Liebe Leser, 

am Ende eines Jahres, in der Zeit vor Weihnachten, ist die Zeit der Prognosen gekommen. Meist, ja in fast allen Fällen sehen diese rosig aus. Es gibt im „mainstream“ kaum Journalisten oder „Experten“, die hier offen Krisenwarnungen aussprechen oder wertvolle Altersvorsorge Tipps geben.

Otmar Issing warnt wie selten zuvor 

Und es ist noch seltener, dass sich ehemalige Top-Notenbanker mit vorsichtig stimmenden Tönen zu Wort melden. Jüngst, just jetzt vor Weihnachten warnte der ehemalige Chefvolkswirt der EZB, Herr Issing gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vor einer Krise von „neuer Dimension“. Dem erfahrenen Volkswirt zufolge würden das jahrelange Niedrigzinsumfeld und erst recht negative Zinsen fast zwangsläufig Investoren ins Risiko treiben. Oftmals könnten die Anleger diese Risiken nicht voll überschauen. Erst recht dann nicht, wenn diese Risiken plötzlich eintreten würden. Der ehemalige Spitzenbanker sagte weiter, dass die derzeitigen Kurse vieler Anlagen nicht die Risiken, die dahinterstehen, widerspiegeln würden. 

Gefährlicher Weg der Notenbanken 

Die Ursache für den aktuell anhaltenden starken Auftrieb an den Börsen steht indes für Herrn Issing fest: für den erfahrenen Volkswirt Issing auf der Hand: Die Zentralbanken, allen voran die EZB, hätten sich mit ihrer Krisenpolitik ab 2009 auf einen “gefährlichen Weg” begeben, sagte Issing der FAS. Man nähere sich einer Situation, in der die negativen Nebenwirkungen der Geldpolitik die positiven Effekte überwögen. 

Altersvorsorge Tipps
photo credit: unsplash.com

Altersvorsorge Tipps: Kritische Lage erkennen

Herr Issing führte weiter aus, dass die Folgen der Niedrigzinsen Banken, Versicherer und Pensionsfonds – also der gesamte Finanzsektor – spüren würde. Die ursprüngliche Absicht, die Banken durch Negativzinsen zur stärkeren Vergabe von Krediten zu animieren und so die Wirtschaft anzukurbeln, verkehre sich Issing zufolge also mit fortschreitender Zeit in ihr Gegenteil. 

Last but not least merkte er an, dass viele junge Leute sich völlig zu Recht Sorgen machen würden. Und zwar ob sie in der Lage sein werden, unter diesen Umständen noch hinreichend fürs Alter vorzusorgen. 

Ja, wir stimmen Herrn Issing voll zu. Die negativen Effekte der extremen Geldpolitik überwiegen mittlerweile die Vorteile. Mit Blick auf die Altesvorsorge verweisen wir auf die Investments für die Ewigkeit, die wir Ihnen ja bereits – siehe hier – vorgestellt haben.

Kommentar verfassen