Liebe Leser,

gestern sprachen wir – siehe hier – ja kurz an, dass die Aktien der deutschen Großbanken im freien Fall sind. Der Crash ist hier also eingetreten. Die Aktionäre sind mit historisch einmaligen Kursverlusten enteignet. Bitter, aber wahr. Auf politische oder sonstige Hilfe brauchen die Betroffenen nicht zu hoffen. Das Geld ist verloren. Punkt. Sind Bankeinlagen noch sinnvoll?

Bankeinlagen: Depotvermögen im Visier

Grundsätzlich sind Aktionäre ja Eigentümer des jeweiligen Unternehmens. Wenn also die Depotbank in die Insolvenz gehen sollte, fällt das im Wertpapierdepot verwahrte Vermögen grundsätzlich als sog. Sondervermögen auf keinen Fall in die Konkursmasse. Sprich, der Insolvenzverwalter der Bank kommt rechtlich nicht an diese Vermögen ran. Das ist schon mal gut.

Als Bankkunde haben Sie in diesem Fall auch einen Herausgabeanspruch bzgl. der im Depot verwahrten Wertpapiere. Es kann auch vorkommen, dass die Finanzaufsicht bzgl. dieser Vermögensgestände den Wechsel des Instituts anordnet.

Dennoch Totalverlustrisiko möglich

Erwähnenswert ist aber, dass unter Umständen dennoch am Ende kaum was vom Depotvermögen übrig bleibt. Konkret kann das vorkommen, wenn Sie Anleihen oder Zertifikate der untergegangenen Bank im Depot haben sollten. Das gab es ja schon im Fall der Lehman-Zertifikate extreme Verluste für die Investoren.

Generell unterliegen Aktien wie auch Anleihen, Zertifikate und ähnliche Investments dem Totalverlustrisiko. Investmentfondsanteile sind zwar theoretisch auch einem Totalverlustrisiko ausgesetzt, aber selbst bei extremen Turbulenzen bleibt hier zumindest noch ein kleiner Bruchteil übrig.

Die Lage ist unsicher

Fonds sind in der Regel in Deutschland die fast schon sicherste Anlage. Und zwar aus mehreren Gründen. Egal, ob die Investmenfondsgesellschaft oder die Depotbank in die Insolvenz gehen sollte: die im Fonds gehaltenen Vermögenswerte bleiben als Sondervermögen dem jeweiligen Eigentümer des Fondsanteils erhalten. Darauf kann kein Zugriff des Insolvenzverwalters erfolgen!

Hinzu kommt, dass Fonds in Deutschland der staatlichen Genehmigung und Aufsicht durch die BaFin unterliegen. Insofern ist theoretisch zwar der Totalverlust möglich, aber unter dem Strich relativ unwahrscheinlich.

Wir haben ja an der Stelle schon im Rahmen unserer Ausführungen zur Wasserkrise zwei Wasserfonds als Investments für die Ewigkeit – siehe hier – empfohlen. Morgen werden hier Ihnen insofern weitere spannende Ideen mitteilen. Und zwar als mögliche Investments für die Ewigkeit…

Eine Idee zu “Bankeinlagen: Das wird Ihnen passieren, wenn Banken untergehen

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