Liebe Leser, 

über das Thema Bankenkrise haben wir hier ja schon sehr oft geschrieben. In deutschen Landen wird das Bankendrama mit sehr, sehr großer Wahrscheinlichkeit im kommenden Krisenjahr 2020 wieder ganz oben auf die agenda kommen. Das sollten wir mit Blick auf die Zukunft schon mal im Hinterkopf haben. Die Bankenkrise 2020 ist mehr als wahrscheinlich!

Kleiner Vorgeschmack aus Italien 

Im Süden des Kontinents, speziell in Italien und Griechenland, tobt die Bankenkrise ja nun schon seit vielen Jahren. Kurz vor Weihnachten wurde bekannt, dass die zweitstärkste Bank Süditaliens vom hoch verschuldeten italienischen Staat vor dem Untergang bewahrt werden muss. Unter dem Strich wird laut diversen Berichten die Regierung in Rom bis zu 0,9 Milliarden Euro zur Stützng aufwenden müssen. Ansonsten wären am Ende auch die Sparer in der Haftung und ihre Einlagen akut bedroht. 

Spannend an der Volksbank von Bari ist weiter, dass die Probleme wohl schon seit Jahren bekannt sind. Besonders pikant ist, dass das angeschlagende Geldhaus unter dem Radarschrim der Aufsicht der italienischen Notenbank steht. Diese steht nun selbst mächtig unter Druck, weil sie nicht viel früher die Notbremse gezogen habe. 

Bankenkrise 2020
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Seit Jahren schon wird die Solidität der Volksbank der süditalienischen Hafenstadt Bari zumindest angezweifelt. Die Volksbanker sollen Kredite an dubiose Kunden vergeben und dabei offenbar mehrere Vorschriften missachtet haben. In der zuletzt veröffentlichten Halbjahresbilanz meldete die Bank mit 3.000 Mitarbeitern und 341 Filialen in Mittel- und Süditalien faule Kredite im Volumen von sage und schreibe 1,2 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr 2019 wies das Geldhaus mit Sitz in Bari einen Verlust in Höhe von 506 Millionen Euro aus. 

Kommt die Bankenkrise 2020?

Am Ende war es einmal mehr die italienische Politik, die eingreifen musste. Den Hintergrundberichten zufolge sprach sich der Chef der stärksten italienische Regierungspartei “Fünf Sterne”, Luigi Di Maio, für eine Verstaatlichung der “Banca popolare di Bari” aus. Der Herr wird in den Agenturen wie folgt zitiert: 

„Wir werden die Kleinsparer schützen und gegen die Manager vorgehen, die für diese Lage verantwortlich sind. Die Regierung rettet die Ersparnisse der Anleger, wird aber keine Gnade für die Manager haben.“ 

Naja, warten wir ab, wie 2020 die deutschen Politiker mit der Malaise umgehen werden. Für normale Sparer heißt es ja schon seit geraumer Zeit, nur mehr das Nötigste auf einem Bankkonto zu belassen. Wir werden die Bankenkrise 2020 im Auge behalten!

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