Liebe Leser,

gestern haben wir – siehe hier – ja ausführlich besprochen, dass sog. Kryptowährungen keine wirkliche Alternative als finanzielle Krisenvorsorge darstellen. Wir haben an der Stelle – siehe hier – auch schon erörtert, dass eine Notration an Bargeld wahrlich alternativlos als Krisenvorsorge vorgehalten werden sollte. Heute geht es darum, wie viel Bankensicherheit in der heutigen Zeit noch gegeben ist.

Radikale Einlagendezimierung auf Zypern

Wir haben in dem Kontext ja auch schon kurz darauf hingewiesen, was im Falle einer Bankinsolvenz droht. Auf Zypern wurden ja 2013 bei der Bankenkrise die Guthaben, die unbesicherten Einlagen, ab 100.000 Euro radikal dezimiert. Guthaben unter 100.000 Euro wurden erst nach einem massiven europaweiten Aufschrei verschont. Zuvor sollten auch diese zum Aderlass gezwungen werden. Seither hat sich Zypern nicht wirklich richtig von dieser Katastrophe erholt. Aber das nur am Rande.

Einlagen sind unbesicherte Forderungen

Wir können an der Stelle nur nochmals betonen und gebetsmühlenartig wiederholen, dass Einlagen auf Spar-, Giro- oder welchen Konten auch immer unter dem Strich hochriskante Anlagen sind. Warum ist dem so? Es handelt sich juristisch betrachtet nur um blanke Forderungen auf Auszahlungen. Sie sind Gläubiger der Bank. Und Sie haben keinerlei wie auch immer geartete Sicherheit in der Hand. Nochmals: sie geben der Bank ohne Sicherheit Kredit. Die einzige Sicherheit ist die Hoffnung, dass am Tag X der Bankenpleite die gesetzliche Einlagensicherung greift.

Bankensicherheit: So unsicher ist die Lage wirklich

Auf eine solche blanke Hoffnung sollte man sich nicht verlassen. Im Gegenteil. Die Aktien der beiden deutschen Großbanken, Deutscher Bank und Commerzbank, befinden sich jetzt schon seit Wochen im freien Fall. Es herrscht blanke Panik. Die Börse gesteht diesen Aktien nur noch einen kärglichen Bruchteil des Eigenkapitals als Marktwert zu. Brutal.

Ferner kündigen erste Banken für den Herbst Negatizzinsen auf Einlagen an. Handeln Sie und vertrauen Sie nicht auf die Einheitsfront der Beschwichtiger und Schönredner!Es könnte bald zu Abhebeverboten und -beschränkungen kommen. Noch können Sie relativ problemlos ihren Anspruch auf Auszahlung des Guthabens geltend machen.

Viele fragen sich auch, was dann am Tag X mit dem Vermögen, das in Bankdepots verwahrt wird, passiert. Geht das auch mit der Bank unter? Diese extreme Frage klären wir dann in der morgigen Ausgabe.

Eine Idee zu “Bankensicherheit: So unsicher sind Bankeinlagen wirklich

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