Liebe Leser, in der vorigen Woche ging es ja um das richtige Verhalten bei außergewöhnlichen Gefahren. In dieser Woche geht es nun um die Frage, wie man sich am besten, ja vor allem richtig bei einem Gewitter verhält. Im Sommer kann es dann ab und zu ziemlich schnell gehen und schon wird man von dem Gewitter, das in weiter Ferne zu sein schien, eingeholt. Und dann ist richtiges Verhalten oberstes Gebot. Allein schon wegen der Gefahr durch den möglichen Blitzeinschlag.

Blitzeinschlag im Fokus

Naja, an der Stelle mag man denken, dass es ja nicht so oft vorkommt, in die Nähe eines Blitzeinschlags zu geraten. Das mag oftmals täuschen. Bei der Recherche haben selbst wir die überraschende Feststellung machen müssen, dass es mehr Blitzeinschläge als von un erwartet gibt. Im Schnitt der letzten drei Jahre lag die Zahl der Biltzeinschläge in deutschen Landen bei mehr als einer halben Million. Das ist schon eine stolze Zahl! Hinzu kommt, dass selbst die Experten in Sachen Gewitter und Blitz bemängeln, dass das Wissen der Bürgerinnen und Bürger insofern in den letzten Jahren nachgelassen habe. Oftmals ist hier gefährlicher Leichtsinn an der Tagesordnung. Davor können wir nur warnen! Gewitter, und insbesondere Blitzeinschläge sind nach wie vor sehr gefärhlich.

Blitzeinschlag
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Blitzreicher Süden der Republik

Wie auch immer, die Wahrscheinlichkeit, von einem Blitz getroffen zu werden, ist im Süden des Landes wesentlich höher als im Norden. Das haben wir voher auch in der Form so nicht gewußt. 2017 war der Landkreis Garmisch-Partenkirchen, im Süden Bayerns also, der blitzreichste der Republik. Dort wurden mehr als 3,5 Blitzeinschläge pro Quadratkilometer gemessen. Die geringste Blitzdichte verzeichneten im Jahr 2017 die Städte Pirmasens mit 0,16 Blitzeinschlägen pro Quadratkilometer sowie Oldenburg und Bonn mit jeweils 0,18.

Ganz, ganz wichtig ist auch folgendes: ist die Zeitdifferenz zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden, so ist das Gewitter sehr, sehr nahe. Anders gesagt: es besteht Lebensgefahr. Noch immer gilt die alte Faustregel: eine Sekunde zeitlicher Abstand zwischen Blitz und Donner entspricht grob überschlagen eine Distanz von ca. 300 Meter.

Bei einem so nahen Gewitter zählt nur eines: schnellstmöglich Schutz suchen. Mehr dazu übermorgen.

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