Liebe Leser, das letzte mal ging es um die Maskenpflicht, die vielleicht in Deutschland kommen soll. Heute wollen wir uns einmal mehr mit der drastischen Coronavirus Auswirkung befassen. Diese können ja jetzt schon als episch, ja historisch einmalig bezeichnet werden.

Worst case im Fokus 

Wir wollen hier gezielt den Blick auf den „worst case“ richten. Spannend ist in dem Kontext, dass es hier sogar ein wirklich gutes Strategiepapier des Bundesinnenministeriums gibt (eigentlich VS -. nur für den Dienstgebrauch). 

Wie auch immer, Sie können sich dieses Pamphlet hier selbst ansehen.

Coronavirus Auswirkung: Abgrund im Fokus 

Höchst interessant ist da auch, dass dem Papier zufolge die meisten Virologen, Epidemiologien, Mediziner, Wirtschafts- und Politikwissenschaftler die Frage nach dem „worst case“ für Deutschland recht eindeutig beantworten.

Unterstellt, dass die Regierung keine drastischen Schritte zur Eindämmung der Pandemie unternimmt, könnte es allein in Deutschland in einem „worst case Szenario“ über eine Million Toten im Jahr 2020 geben. Glücklicherweise sind wir davon – aus heutiger Sicht – weit davon entfernt. 

Coronavirus Auswirkung
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Was passsiert, wenn die Epidemie nicht eingedämmt werden kann? 

Dennoch stellt sich grundsätzlich auch die Frage, was für wirtschaftliche und gesellschaftliche Folgen es haben könnte, wenn es trotz aller Maßnahmen nicht wirklich gelingt, die Pandemie zurückzudrängen. Es geht also um eine unkontrollierte und unkontrollierbare Entwicklung, in der eine Eindämmung der Epidemie nicht gelingt.

Konkret hieße das, dass die Ausgangsbeschränkungen für den Rest des Jahres festgeschrieben werden müssten. Unter dem Strich liefe das auf eine dauerhafte Reduktion der wirtschaftlichen Aktivität auf ein niedrigeres Niveau. In dem Papier heißt, dass nach unterstellten vier weiteren Monaten mit Ausgangsbeschränkungen das deutsche BIP um 32 Prozent kollabieren würde.

Die Industrie würde einen Einbruch in Höhe von 47 Prozent erleben Bei weiteren sich verstärkenden Zweitrundeneffekten und sich festsetzenden Negativerwartungen wäre eine beschleunigte Abwärtsdynamik nicht auszuschließen. Dieses Szenario kommt einem wirtschaftlichen Zusammenbruch gleich. 

Also, wir wollen hier auf keinen Fall den Teufel an die Wand malen, aber: im Hinterkopf sollten wir den Abgrund zumindest haben…

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