Liebe Leser,

heute wollen wir – wie versprochen – Ihnen einige neue Erkenntnisse zur Corona-Pandemie besprechen. Einige von diesen Fakten waren im Nachrichtenmagazin Focus, Ausgabe 35/2020, auf den Seiten 30ff zu lesen.

Coronavirus ist kein Kinderspiel

Mittlerweile sind in allen deutschen Bundesländern ja die Sommerferien vorbei. Alle Schulkinder dürfen wieder in die Schulen. Somit stellt sich die Frage, welche Bedeutung Kinder und Jugendliche bei der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus haben. Der aktuelle Wissensstand ist kurz zusammengefasst so, dass Kinder – Gott sei Dank – milder erkranken als Erwachsene. Sie sind keine Treiber der Ausbreitung. Da ist anders als bei der Influenza.

Neue Studie aus Massachusetts

Eine aktuelle Studie aus Massachusetts (veröffentlicht im Journal of Pediatrics) belegt aber, dass infizierte Kinder und Jugendliche deutlich höhere Virenmengen als Erwachsene in ihren Atemwegen aufweisen. Spannend ist auch, dass bei Kindern eine äußerst seltene Entzündungskrankheit, die dem Kawasaki-Syndrom ähnelt, bei Kindern und Jugendlichen vereinzelt auftritt. Diese Erkrankung kann erst Wochen nach der eigentlichen Infektion beginnen und zieht vor allem das Herz-Kreislauf-System in Mitleidenschaft. Und – das ist auch Fakt: einige Kinder sind an diesem MISC-C genannten Multiorgansyndrom gestorben.

Kurzum, wir sollten die Corona-Folgen für unsere Kinder nicht auf die leichte Schulter nehmen bzw. unterschätzen. Das wäre fatal.

Spannend erachten wir auch, dass momentan immer noch alle über mögliche Impfstoffe reden. Aktuell befinden sich sage und schreibe 29 sog. Impfstoffkandidaten in einer klinischen Prüfung der Phase I, II oder III befinden. Kurzum, sie werden bereits an Menschen getestet.

Ebenfalls spannend ist die Frage nach der Entwicklung von Therapien für Covid-Kranke. Dazu aber morgen mehr.