Liebe Leser,

in diesen heißen Tagen des Corona-Sommers 2020 sollte man auch vorsorglich an den Winter denken. Und hier ist zu erwähnen, dass sehr viele Haushalte in deutschen Landen mit Holzöfen heizen. Das ist ja auch in Mode bzw. „in“.

Ofenbesitzer müssen handeln

Für Besitzer von Öfen mit Baujahr vor 1995 heißt es nun aber, ggf. tätig zu werden. Bis Ende dieses Jahres müssen rund 2,2 Millionen alte Öfen ausgetauscht oder umgerüstet werden. Denn ein alter Holzofen überschreitet häufig den gesetzlich festgelegten maximalen Schadstoffausstoß, weshalb man ihn austauschen oder eben modernisieren lassen muss. Dies betrifft vor allem alte Kamin- und Kachelöfen, aber auch Heizkamine für Festbrennstoffe wie Holzscheite, Pellets oder Hackschnitzel.

Welche Öfen trifft es?

Betroffen von den Maßnahmen sind ummauerte Feuerstätten mit einem industriellen Heizeinsatz und einer Leistung von mindestens vier Kilowatt. Das Baujahr der betroffenen Feuerstätten liegt zwischen 1985 und 1994.

Entscheidend sind hier insbesondere die Emissionswerte. Hier geht es mit Blick auf Feinstaub um eine Überschreitung von 0,15 Gramm pro Kubikmeter Abgas. Die Grenze für Kohlenmonoxid liegt bei Gramm pro Kubikmeter. Ferner müssen diese Feuerstätten eine verschließbare Tür haben. Das bedeutet: Raumheizer wie Schwedenöfen, die nicht über eine Ummauerung verfügen, müssen ebenfalls nachgerüstet werden.

Welche Öfen bleiben außen vor?

Offene Kamine, handwerklich errichtete Grundöfen und Kochherde sowie geschlossene Kamine, die auch im offenen Zustand betrieben werden dürfen, sind hingegen ausgenommen. Das gilt ebenfalls für historische Kaminöfen, deren Baujahr nachweislich vor dem 1. Januar 1950 liegt. Sie müssen außerdem nach wie vor an der gleichen Stelle im Haus stehen.

Unter dem Strich sind es wohl insgesamt ca. 2,2 Millionen Feuerstätten in deutschen Landen.

Ob sich der Einbau eines Filters immer lohnt und weitere Details der Novelle erfahren sie morgen.

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