14. April 2022Beitrag von Emilia Hartmann

Die künftige Altersvorsorge: Jetzt wird es eng!

Die Renten in Deutschland werden in diesem Jahr steigen. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte Nachricht müssen wir direkt folgen lassen: Die Rentenerhöhungen werden mit höherer Sicherheit praktisch einmalig sein. Zudem müssen Sie damit rechnen, dass die Inflation die Rente wieder schneller kürzt, als Sie sich bevorraten können. Die Dramen der vergangenen Jahre um niedrige Renten und nun um die hohe Inflation sind nur ein Vorgeschmack auf das, was aus den offiziellen staatlichen und aus den privaten Rentenkassen zu erwarten ist: Die Rente geht. Die Altersvorsorge sollten Sie ab jetzt auf neue Füße stellen.

Neue Altersvorsorge – aber schnell

Altersvorsorge

Die Situation bei den klassischen Lebensversicherungen sowie für private Rentenversicherungen hat sich nicht geändert bzw. sie wird noch dramatischer: Die Auszahlungen bleiben auch nach den jüngsten Prognosen sehr niedrig. Sie dürfen im Mittel vielleicht mit ungefähr 2 % rechnen (je nach Gesellschaft können es etwas mehr oder weniger sein). Das wird schon heute nicht reichen, um die Inflation von über 7 % zu überstehen.

Ihnen fehlten aus diesen Kassen schon in diesem Jahr 5 %, wenn Sie davon die Altersvorsorge bestreiten würden. Die Gesellschaften jedoch können derzeit kaum mehr Geld verdienen, da diese selbst auf Zinsanlagen angewiesen sind. Die Zinsen werden aber weiterhin allenfalls moderat steigen, wie es heißt.

In den kommenden Jahren werden Sie auf dem Markt der privaten Lösungen sogar noch weniger Geld verdienen können, da die Unternehmen versuchen, so viele Verwaltungsgebühren wie möglich zu behalten, wenn schon die Geldanlage selbst nicht mehr hinreichend viel bringen kann. Sie müssen damit rechnen, dass die unsichtbaren Kosten Ihren Verdienst auf weniger als 0 % drücken (da z. B. Überschussbeteiligungen sich nur auf den Kapitalanteil beziehen, der nach Abzug aller Kosten bleibt).

Kurz gesagt: Für die Altersvorsorge gibt es derzeit kaum Alternativen als den Aktienmarkt, mit dem sich die wenigsten Menschen beschäftigt haben. ETFs – automatisierte Fonds auf Indizes wie den Dax – sind die einfachste Lösung. Die Durchschnittsrenditen belaufen sich langfristig auf 6 % bis 8 % p.a.

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