Die richtige Bekleidung für den Aufenthalt in der Natur

Waldhammer-Tipp des Tages:

Im Krisenfall ist die richtige Bekleidung überlebenswichtig. Denn sie trägt entscheidend dazu bei, einen Wärmeverlust Ihres Körpers zu vermeiden.
Generell gilt, dass Kleidung in mehreren Schichten am besten geeignet ist, in der Natur zu überleben. Der Grund dafür ist einfach zu erklären: Zwischen mehreren dünnen Lagen werden mehr isolierende Luftschichten geschaffen als zwischen wenigen dicken Lagen. Dabei haben die innerste Bekleidungsschicht, also jene direkt auf der Haut und die äußerste Schicht die größte Bedeutung

Die innerste Schicht

Diese besteht meist aus langer Unterwäsche und soll Körperfeuchtigkeit von der Haut abtransportieren, ohne selbst nass zu werden. Dafür gut geeignet sind Wolle (z. B. Angora) und Kunstfaser (z. B. Polypropylen). Diese wärmen auch noch im feuchten Zustand, währenddessen Baumwolle die Feuchtigkeit aufsaugt, aber dann feucht wird und die Wärme verdunsten lässt.

Mein Rat:

Eine gute Kombination besteht aus Kunstfaser mit einer darüberliegenden
Woll- oder Baumwollschicht. Die Kunstfaser transportiert die Körperfeuchtigkeit ab, ohne selbst nass zu werden, die darüberliegende Woll- oder Baumwollschicht absorbiert diese. So ist die an der Haut liegende Schicht trocken und isoliert gut. Die Wollschicht hingegen kann die Feuchtigkeit weiter abgeben und zwar ohne Wärmeverluste. Achtung! Die Kombination Kunstfaser/Wolle funktioniert aber nur, wenn beide Schichten engen Kontakt haben.

Die äußerste Schicht

Diese soll vor allem die darunter liegenden Schichten vor Wind, Wasser, Schnee und Feuchtigkeit schützen. Deshalb sollte sie aus atmungsaktiven Stoffen bestehen, da sich sonst an den Innenseiten Kondenswasser bildet, das die inneren Isolierschichten durchnässen kann.

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Mein Rat:

Gut dafür geeignet sind atmungsaktive und wasserabweisende Kunstfasergewebe (z. B. Goretex) oder Mischgewebe (z. B. Baumwolle/Polyester – 60/40 oder Baumwolle/Nylon – 65/35). Kapuzen erhöhen die Schutzwirkung.

Die Zwischenschicht

Zwischen innerster und Außenschicht liegen mehrere Isolierschichten (z. B. Hemd, dünner Pullover, Weste, etc.). Die Schichten können je nach Wetterlage nach dem Zwiebelprinzip an- oder ausgezogen werden.

Weitere Tipps

• Tragen Sie mindestens zwei paar Socken (dünn + dick) aus Wolle. Ausreichend Platz für die Zehen lassen. Zusätzlich eine Isolierzwischensohle in die Schuhe legen.

• Ziehen Sie Wollfäustlinge unter wasserdichten Überfäustlingen an. Weil Sie jeden Finger bewegen sollten, um sie vor Kälte zu schützen, sind Fäustlinge Handschuhen vorzuziehen.

• Der beste Schutz für den Kopf sind Wollmützen und Wollschals unter einer wasserdichten Kapuze.

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