Liebe Leser, wir haben uns ja hier jüngst intensiv mit der Trockenheit in Chile befasst. Diese kommt just jetzt in Corona-Zeiten zur Unzeit. Aber auch in deutschen Landen nehmen die Probleme zu. Dürre Deutschland: Wir haben ja jüngst schon über die Wasserampel im Taunus berichtet. 

Wird die Oberlausitz zur Dürreregion? 

Bei unseren Recherchen ist uns jüngst aufgefallen, dass es in deutschen Landen mit der Oberlausitz eine weitere Problemregion gibt. Wir haben ja nun schon drei extrem trockene Jahre in Folge und einen milden Winter und ein niederschlagsarmes Frühjahr hinter uns. Kein Wunder, dass nun in der Oberlausitz das Wasser immer knapper werde.

In der Region darf bis Ende September kein Wasser mehr abgepumpt werden, um beispielsweise Gärten bewässern. Wie das Landratsamt in Görlitz mitteilte, ist aufgrund der Wasserknappheit ein entsprechendes Verbot erlassen worden. Ausgenommen davon seien Gärtnerei- und Landschaftsbaubetriebe sowie die Wasserentnahme zum Tränken von Tieren. Auch das Wasserschöpfen per Hand bleibe erlaubt. Doch das werde mittlerweile immer schwieriger, denn Bachäufe haben sich mittlerweile in kleine Rinnsale verwandelt. Unter dem Strich spielt sich hier gerade mitten in der Corona-Pandemie eine Katastrophe für Teich- und Landwirte sowie für Feuerwehr und die Wasserwirtschaft ab. 

dürre deutschland
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Dürre Deutschland: Grundwasserspiegel sinkt 

Das wahre Ausmaß der Problematik zeigt sich auch mit Blick auf den Grundwasserspiel. Der sinkt in der Oberlausitz schon seit Wochen. Und zwar um monatlich vier Zentimeter und mehr. Fast alle Messstellen zeigen eine Unterschreitung des üblichen Durchschnittswertes an und zwar bis zu einem Meter. In Wittgendorf liegt der Pegel sogar 3,88 Meter unter dem langjährigen Mittelwert. In Lückendorf wird der übliche Pegel um 2,70 Meter unterschritten 

Wir haben es also hier schon fast mit einer Jahrhundertdürre zu tun. Die bangen Blicke richten sich nun auf die kommenden Wochen und Monate. Sollte auch dann keine wesentliche Verbesserung festzustellen sein, bleibt am Ende nur noch die Rationierung von Wasser bzw. die Versorgung mit Wassertankwagen als „ultima ratio“ übrig. Bleibt zu hoffen, dass es am Ende doch nicht so weit kommen wird…

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