Für Ihre autarke Versorgung ist es wichtig, auch einen »Fleischlieferanten» zu haben, wenn nicht alle in Ihrer Familie Vegetarier sind. Für viele stehen sie zwar nicht auf der obersten Prioritätenliste, aber Enten sind dafür gut geeignet. Hier zusätzlich wichtige Tipps.

Entenhaltung: Ein großer Unterschied zur Hühnerhaltung besteht darin, dass Enten unbedingt »Wasser» brauchen. Ideal ist ein Teich. Aber die gefälligen Tiere sind auch mit einem Bach, einem kleinen Becken oder mit einem großen Wasserbehälter zufrieden. Auch ein eigener Brunnen kann sinnvoll sein.

Der Vorteil: Enten ernähren sich von Küchenabfällen, sind gesellig, leicht zu halten, legen Eier und liefern köstliches Fleisch. Aber auch hier gilt: Ente ist nicht gleich Ente. Häufig gestellte Fragen sind:

Wie groß sollte die Entengruppe sein?

Antwort: Enten sind zwar sehr gesellig, aber auch sehr schreckhaft und ängstlich, beschränken Sie deshalb die Gruppe auf etwa 20 Tiere.

Entenhaltung: Warum brauchen Enten Wasser?

Antwort: Zunächst zur Gefiederpflege aber auch zum Schwimmen, was sie sehr gerne tun.

Wo legen Enten ihre Eier ab?

Antwort: Überall, das kann auch mal im Matsch sein und Vorsicht: Sie decken ihre Eier gern zu.

Was muss ich beim Entennachwuchs beachten?

Antwort: Ein Entennest zum Brüten wird mit Grassoden ausgepolstert und muss etwa 60 x 60 Zentimeter groß sein. Stellen Sie darüber ein Spitzzelt aus Stroh- oder Schilfgarben und legen Sie ein paar Gipseier ins Nest. Die Eingewöhnungsphase sollte im Winter geschehen, damit die Eiablage im Frühjahr erfolgt. Verkleinern Sie in der Zeit den Auslauf, damit die Ente nicht zu sehr abgelenkt wird. Nach 24 bis 35 Tagen schlüpfen die Küken, nach 9 bis 12 Wochen sind die Enten schlachtreif.

Erfahren Sie in folgendem Video, welche Entenrassen sich zur Aufzucht eignen:

Wie zieht man Küken richtig auf?

Antwort: Kükenfütterung und Aufzucht sind normalerweise unproblematisch, wenn die Ente, die das Ei auch ausgebrütet hat, die Betreuung übernimmt. Wenn nicht, ist eine Wärmelampe (zumindest) nachts, unabdingbar. Aber Vorsicht: Wenn sich zu viele Küken unter einer Lampe zusammendrängeln, werden die unteren Tiere erdrückt!

Wie füttert man Küken?

Antwort: Sie brauchen für ihren Magen Sand und kleine Steinchen. Mischen Sie auch Hefeflocken und Futterkalk unter das Futter. Dazu: Brotkrümel, klein gehackte Brennnesseln, Salat, eventuell auch hart gekochte, klein gehackte Eier, zerstampfte Eierschalen, Magermilch, eingedickte Milch und Molke.

Später dann Weichfutter aus geschrotetem, gequollenem Mais, Weizen, Gerste, Weizenkleie, mit Molke oder Milch angesetzt oder gedämpfte Kartoffeln. Verzichten Sie auf das Weichfutter in den ersten Tagen nach dem Schlüpfen der Küken und geben Sie stattdessen lieber Futterhaferflocken.

Vorsicht auch bei zu großen und zu tiefen Kükentränken: Passen Sie auf, dass die kleinen Strolche nicht ertrinken, wenn sie scheinbar harmlos im Wasser planschen! Ein Stein oder ein Blumentopf in der Mitte kann Schlimmeres verhindern.

Die Tränke sollte bei der Entenhaltung möglichst weit vom Futterplatz weg sein, damit diese nicht verschmutzt wird. Streuen Sie Sand um die Tränken und wechseln Sie diesen öfters aus.

Achtung: Auf Gitterrosten verletzten sich die Küken und Sägespäne verstopfen die Tränken, weil die Tiere sie eintunken.

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