Liebe Leser,

wir haben uns hier ja jüngst mit der Anfrage einiger Abgeordneter des Deutschen Bundestags an die Regierung zum Thema Ernährungsnotfallvorsorge beschäftigt. Das Thema beschäftigt uns ja wahrlich intensiv und sollte keinesfalls unterschätzt werden.

Link zum download

Wir können uns sehr gut vorstellen, dass zumindest einige von Ihnen das nun genauer wissen wollen, was Sache ist. Und hier können wir nur auf folgenden Link hinweisen. Hier finden Sie alle Fragen und Antworten der Bundesregierung:

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/215/1921587.pdf

Also, nehmen Sie sich die Zeit, laden sie die kleine Anfrage herunter und drucken diese aus. Das Ganze ist unter dem Strich sehr erhellend.

Besonders erhellend, ja spannend finden wir zumindest die zehnte Frage. Diese lautet wie folgt:

Wieso führt die Notfallbevorratung nach Aussage des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur „Scheinsicherheit“ und mildert allenfalls „diffuse Ängste“ ab (https://www.bundesrechnungshof.de/de/veroeffentlichungen/produkte/beratungsberichte/entwicklung-einzelpl aene/2020/langfassungen/2019-bericht-information-ueber-die-entwicklung-des-einzelplans-10-bundesministerium-fuer-ernaehrung-und-landwirt schaft-fuer-die-beratungen-zum-bundeshaushalt-2020-pdf, S. 22)?

Corona Vorrat anlegen

Die Regierung antwortet insofern, dass die vom Bundesrechnungshof angeführte Aussage sich insbesondere auf die Nutzbarkeit der eingelagerten Agrarrohstoffe bei einem Stromausfallszenario, bei dem außer der Lebensmittelversorgung weitere Kritische Infrastrukturen betroffen seien, beziehen würde. Die eingelagerten Agrarrohstoffe seien nicht zum sofortigen Verzehr geeignet. Das Getreide müsse zunächst in Mühlen verbracht und dort vermahlen und dann zu Brot gebacken werden. Reis und Hülsenfrüchte sollen über eine Zubereitung in Großküchen insbesondere zur Versorgung der Bevölkerung in Ballungsgebieten beitragen. Ohne ein funktionierendes Transport- und Versorgungssystem (einschließlich der erforderlichen Energie und Wasserversorgung) seien die Vorräte deshalb nur sehr eingeschränkt nutzbar.

Ja, diese Antwort spricht für sich. Unter dem Strich kommt es nun auf jeden Einzelnen von uns selbst an. Sorgen wir dafür, dass unsere bevorrateten Nahrungsmittel gerade am Krisentag X bestmöglich genutzt werden können!