Wenn es in den Supermärkten nichts mehr zu essen gibt und die staatliche Notfallversorgung zusammengebrochen ist, müssen Sie – ob Sie wollen oder nicht – selbst »Hand» anlegen. Die Natur bietet erstaunliche Möglichkeiten. So steht es Ihnen frei, sich von Pflanzen und Insekten zu ernähren, oder Wildtiere zu jagen. Das ist wichtig, wenn Sie sich zuvor nicht um einen guten Notvorrat gekümmert haben.

Wenn Sie in einer ländlichen Gegend wohnen, haben Sie es natürlich leichter als in einer Großstadt, da auf dem Land das »Nahrungsangebot» in der Wildnis und in der Natur um ein Vielfaches reicher und größer ist als in den Betonsiedlungen der Städte.

Alternative: Essbare Wildtiere

Es ist mir bewusst, dass es nicht jedermanns Sache ist, in den Wald zu gehen, um sich etwas Essbares zu besorgen. Aber glauben Sie mir, wenn es nicht anders geht, werden Sie es tun. Im Wald und auf Wiesen werden Sie immer fündig werden.

Diese Tiere können Sie essen:

Alle Fell tragenden Tiere: Rehe, Wildschweine, Hunde, Katzen, Hamster, Mäuse, Ratten usw. Achtung: Trichinengefahr! Trichinen sind winzige Fadenwürmermit parasitischer Lebensweise. Säugetiere, Vögel und Menschen dienen als Zwischen- oder Endwirt.

Mein Rat: Braten Sie das Fleisch lange oder lassen es zwei bis drei Stunden lang kochen. Sie können die Trichinen-Gefahr auch vermeiden, indem Sie keine Fleisch-, sondern pflanzenfressende Tiere verzehren.

Igel: Essbar, aber wegen Trichinengefahr ebenfalls lan- ge kochen.

Alle Vögel und Vogeleier: Lange kochen lassen, da manches Vogelfleisch sehr zäh ist.

Frösche sind ebenfalls genießbar, aber sie müssen gehäutet werden.

Mein Rat: Vermeiden Sie Kröten, sie sind ungenießbar!

Alle Süßwasserfische: Sie müssen Sie jedoch kochen oder braten, um Würmer abzutöten.

Weinbergschnecken: eine Delikatesse in südlichen Ländern.

Mein Rat: Waschen Sie die Schnecken in Essigwasser. Dann 10 Minuten in kochendem Wasser sieden, abkühlen lassen, Schnecke aus der Schale herausziehen und nochmals zwei Stunden in Salzwasser sieden lassen.

Regenwürmer sind ebenfalls sehr nahrhaft. Aber bitte zur Reinigung einige Zeit in Wasser legen.

Schlangen und Eidechsen: Nur essen, wenn diese vorher gehäutet wurden!

Larven und Maden sind ebenfalls sehr nahrhaft. Sie sind sehr proteinhaltig und schmecken wie Eier.

Mein Rat: Meiden Sie Raupen, sie sind oft giftig!

Insekten wie Käfer oder Heuschrecken: Vor dem Verzehr unbedingt Kopf, Flügel und Beine entfernen. Die Insekten anschließend wegen Parasitengefahr kochen.

Mein Rat: Essen Sie keine Insekten mit mehr als sechs Beinen, die behaart und auffällig gefärbt sind.

Insekten als Notnahrung: Folgendes Video zeigt Ihnen, wie das aussehen kann:

Andere Insekten wie Wasserflöhe, Mücken, Ameisen, Schmeißfliegen können Sie hingegen essen.

Muscheln, Seeigel und andere Krustentiere sind auch essbar.

Sie erkennen: Die Natur und die Wildnis bieten Ihnen einen reich gedeckten Tisch.

Und sollten Sie sich in der Natur zurechtfinden müssen, helfen Ihnen diese Markierungs-Möglichkeiten weiter: Orientierung im Gelände: Wie Sie sich in der Natur nicht verirren!

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