Wärme ist überlebensnotwendig. Nicht nur, um sich vor Kälte und Erfrierungen zu schützen, sondern auch um Nahrung essbar zu machen, wie zum Beispiel Fleisch von Wildtieren. Welche Arten von Feuer es gibt und welche sich in Krisensituationen bewährt haben, erfahren Sie jetzt.

Folgende Feuerarten haben sich in Notfällen und für ein Leben im Freien bewährt:

Balkenfeuer

Praxis:

1.Versehen Sie zwei Rundstämme mit einem Durchmesser von etwa 15 bis 20 Zentimeter mit einer Längskerbe.

2. Richten Sie aus möglichst grünen Knüppeln Abstands- und Stützhölzer.

3. Legen Sie den ersten Balken mit Kerbe nach oben zwischen die Stützhölzer und unten auf Unterlagshölzer.

4. Füllen Sie die Kerbe mit leicht brennbarem Material.

5. Legen Sie dann den zweiten Stamm mit Kerbe nachunten auf.

6. Legen Sie Reisig zum Anzünden zwischen die beiden Kerben-Stämme und setzen Sie diese in Brand.

7. Das Feuer gibt gleichmäßige Wärme und schwelt mehrere Stunden.

8. Richten Sie aus möglichst grünen Knüppeln Abstands- und Stützhölzer.

Noch einfacher geht es mit nur einem Stück Holz – folgendes Video zeigt es Ihnen:

Jägerfeuer

Praxis:

1. Legen Sie über zwei lange Rundstämme drei oder vier kürzere.

2. Zünden Sie diese an in der Mitte an.

3. Schieben Sie abbrennende Hölzer nach.

Grubenfeuer

Praxis:

1. Heben Sie eine Erdgrube aus, die etwa 50 Zentimetertief ist.

2. Stellen Sie 5 bis 6 Rundholzknüppel an den Wänden

3. Entzünden Sie das Feuer am Boden zwischen den Stämmen mit Reisig.

Mein Rat: Legen Sie keine nassen Steine rund ums Feuer. Diese können explodieren!

»Unsichtbares« Feuer

Praxis:

1.Heben Sie wiederum eine Erdgrube mit etwa 50 Zentimeter Tiefe aus.

2. Stellen Sie aus Stämmen, Brettern, Zweigen oder Rindenstreifen eine winkelförmige Abdeckung her.

3. Entzünden Sie das Feuer.

4. Platzieren Sie die Abdeckung so, dass das offene Feuer nicht zu sehen ist.

Mein Rat: Eine Felswand oder ein Schirm aus Zweigen dient als Reflektor und verbessert die Wärmespeicherung erheblich.

Sternfeuer

Praxis:

1. Legen Sie trockene, mittelstarke Holzäste sternförmig auf den Boden.

2. Entzünden Sie das Feuer in der Mitte, wo sich die Äste tref fen.

3. Schieben Sie neue Äste regelmäßig nach, wenn dieanderen abgebrannt sind.

»Mückenfeuer«

Praxis:

Mücken können im Freien eine wahre Plage sein. Um sie abzuhalten können Sie ein »Rauchfeuer« aus Faul- oder Fallholz machen, das nur schwelen darf.

So bewahren Sie das Feuer

Um das Feuer über Nacht zu bewahren, können Sie folgendes tun:

  • Briketts in mehrere Lagen Zeitungspapier einwickeln (hält die ganze Nacht).
  • Trockene Zunderschwämme, die an Laubbäumen und Baumstümpfen wachsen an einer Ecke anzünden (hält bis zu zwölf Stunden).

Bei Regen:

Eine Unterlage aus einer Rindenschicht oder eine Lage aus trockenen Steinen oder dicken Ästen hält die Glut besser.

Mein Rat: Sie können auch ein »Dach« über der Feuerstelle errichten. Das können Sie mit Ästen oder einer Plastikplane oder –tüte tun. Aber bitte in einer solchen Höhe, dass die Flamme und die Hitze dieses nicht entzünden kann.

In der Natur kann man sich schnell verirren. Durch die richtigen Markierungen finden Sie sich zurecht: Orientierung im Gelände: Wie Sie sich in der Natur nicht verirren!

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