Wärme ist überlebensnotwendig. Nicht nur, um sich vor Kälte und Erfrierungen zu schützen, sondern auch um Nahrung essbar zu machen. Welche Arten von Feuer es gibt und welche sich in Krisensituationen bewährt haben, erfahren Sie jetzt.

Folgende Feuerarten haben sich in Notfällen und für ein Leben im Freien bewährt:

Balkenfeuer

Praxis:

1. Versehen Sie zwei Rundstämme mit einem Durchmes- ser von etwa 15 bis 20 Zentimeter mit einer Längskerbe.

2. Richten Sie aus möglichst grünen Knüppeln Abstands- und Stützhölzer.

3. Legen Sie den ersten Balken mit Kerbe nach oben zwi- schen die Stützhölzer und unten auf Unterlagshölzer.

4. Füllen Sie die Kerbe mit leicht brennbarem Material.

5. Legen Sie dann den zweiten Stamm mit Kerbe nach unten auf.

6. Legen Sie Reisig zum Anzünden zwischen die beiden Kerben-Stämme und setzen Sie diese in Brand.

7. Das Feuer gibt gleichmäßige Wärme und schwelt mehrere Stunden.

Feuer machen in 10 Minuten? So geht’s:

Jägerfeuer

Praxis:

1. Legen Sie über zwei lange Rundstämme drei oder vier kürzere.

2. Zünden Sie diese an in der Mitte an.

3. Schieben Sie abbrennende Hölzer nach.

Probleme mit dem Feuer machen? Greifen Sie zu einem Notfall-Feuerstarter, wie diesem hier

Feuer machen: Grubenfeuer

Praxis:

1. Heben Sie eine Erdgrube aus, die etwa 50 Zentimeter tief ist.

2. Stellen Sie 5 bis 6 Rundholzknüppel an den Wänden auf.

3. Entzünden Sie das Feuer am Boden zwischen den Stämmen mit Reisig.

Mein Rat: Legen Sie keine nassen Steine rund ums Feuer. Diese können explodieren!

„Unsichtbares“ Feuer

Praxis:

1. Heben Sie wiederum eine Erdgrube mit etwa 50 Zen- timeter Tiefe aus.

2. Stellen Sie aus Stämmen, Brettern, Zweigen oder Rin- denstreifen eine winkelförmige Abdeckung her.

3. Entzünden Sie das Feuer.

4. Platzieren Sie die Abdeckung so, dass das offene Feuer nicht zu sehen ist.

Mein Rat: Eine Felswand oder ein Schirm aus Zweigen dient als Reflektor und verbessert die Wärmespeicherung erheblich.

Sternfeuer

Praxis:

1. Legen Sie trockene, mittelstarke Holzäste sternförmig auf den Boden.

2. Entzünden Sie das Feuer in der Mitte, wo sich die Äste treffen.

3. Schieben Sie neue Äste regelmäßig nach, wenn die anderen abgebrannt sind.

Mückenfeuer

Praxis:

Mücken können im Freien eine wahre Plage sein. Um sie abzuhalten können Sie ein »Rauchfeuer« aus Faul- oder Fallholz machen, das nur schwelen darf.

So wird Feuer machen noch einfacher: Nutzen Sie einen Solar Feuerstarter! Zusammen mit Sonne und einer Feuerquelle, wie alten Blättern oder Äste, entfachen sie eine Flamme. Hier gibt es einen praktischen Solar Feuerstarter.

So bewahren Sie das Feuer

Um das Feuer über Nacht zu bewahren, können Sie folgendes tun:

●  Briketts in mehrere Lagen Zeitungspapier einwickeln (hält die ganze Nacht).

●  Trockene Zunderschwämme, die an Laubbäumen und Baumstümpfen wachsen an einer Ecke anzünden (hält bis zu zwölf Stunden).

Bei Regen:

Eine Unterlage aus einer Rindenschicht oder eine Lage aus trockenen Steinen oder dicken Ästen hält die Glut besser.

Mein Rat: Sie können auch ein »Dach« über der Feuerstelle errichten. Das können Sie mit Ästen oder einer Plastikplane oder –tüte tun. Aber bitte in einer solchen Höhe, dass die Flamme und die Hitze dieses nicht entzünden kann.

Wie Sie trotz Nässe Feuer machen – dieses Video zeigt es Ihnen:

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