31. Oktober 2021Beitrag von Paul Junker

Flucht ins Ausland: Welches Vermögen solltest Du über die Grenzen bringen?

Wir wollen Dich an dieser Stelle nicht dazu animieren, Vermögen in irgendeiner Form schwarz über die Grenzen zu bringen. Das gelingt in vielen Fällen zudem auch nicht. Wenn Du aber Vermögen transferierst, um in einer Krisensituation im Ausland über Geld zu verfügen, liegt die Frage nahe: Wie viel und wohin?

Gute Idee, aber….

Die Idee ist natürlich naheliegend: Die Schweiz. Du kannst ein Konto in der Schweiz eröffnen und das Geld einfach auf dieses Konto transferieren. Die Schweiz gilt als Hort der Schweigsamkeit. Das war in früheren Jahren teilweise der Fall.

Im zweiten Weltkrieg organisierte die BIZ, die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich, sogar den Goldtransfer der Nazis aus Osteuropa – weitgehend verschwiegen. Die Zeiten haben sich geändert. Längst arbeitet die Schweiz auf verschiedenen Ebenen mit den USA zusammen, die für den internationalen Zahlungsverkehr neue Standards gesetzt haben.

Die Schweiz ist nicht in jedem Fall auskunftspflichtig, die internationale Vernetzung aber ist deutlich besser. Das bedeutet: „Sicher“ im Sinne von absolut anonym sind Konten in der Schweiz ebenfalls nicht.

Das muss Dich nicht stören: Es geht ja um den Zugriff auf Vermögen, wenn es zu einer Krise kommt. Dies bringt den nächsten Einwand: Wenn Du ein Konto in der Schweiz hast, musst Du persönlich vor Ort sein, um sinnvoll agieren zu können. Die Pandemie hat es gezeigt: Selbst die Schweiz kann von heute auf morgen die Grenzen zu Deutschland schnell schließen. Genau dies ist passiert.

Es sind zahlreiche Situationen denkbar, in denen die Grenzen geschlossen werden, hat sich gezeigt. Bei ABC-Angriffen generell etwa wird dies weitgehend lückenlos passieren (können). Das Konto in der Schweiz solltest Du nur für einen kleineren Teil Deiner Ersatzreserven nutzen. Auslandskonten können helfen. Du solltest das Geld jedoch auf verschiedene Empfängerländer verteilen, die realistisch für Dich erreichbar sind.

So wäre in einer Pandemie Situation auch kaum ein karibisches Land zu erreichen, kein asiatisches und auch kein nordamerikanisches.

Deshalb sorge für hinreichend Bargeld  – in unterschiedlichen Währungen. Wir empfehlen auch hier die Risikostreuung: Euro, Franken, Dollar und eine asiatische Währung.

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