Um dem Boden nicht immer die gleichen Nährstoffe zu entziehen, sollten Sie grundsätzlich nicht mehrere Jahre hintereinander dieselben Kulturen anbauen. Es sei denn, es handelt sich um Dauerkulturen, wie z. B. Dill, Artischocken, Spargel, Borretsch, Kerbel, Thymian, Salbei, Rosmarin, Rhabarber, Schnittlauch, Fenchel, Petersilie, Auberginen, Paprika, Kürbisse, Zucchini, Tomaten und Lorbeer. Sie alle können über viele Jahre am gleichen Platzverbleiben.

Wollen Sie Ihren Garten in Parzellen aufteilen, kann dies so erfolgen:

Jahr 1:

  • Parzelle 0: Dauerkulturen, die länger als eine Saison wachsen
  • Parzelle 1:Kohl und Pfllanzen,die denselben Bodentyp mögen
  • Parzelle 2: Erbsen, Blattsalate, Bohnen (hier finden Sie wichtige Tipps zum Bohnenanbau)
  • Parzelle 3: Wurzelgemüse und Pflanzen, die denselben Bodentyp mögen

Fruchtfolge: Folgejahre

  • Parzelle 1 wird im zweiten Jahr Parzelle 2 und im dritten Jahr Parzelle 3
  • Parzelle 2 wird im zweiten Jahr Parzelle 3 und im dritten Jahr Parzelle 1
  • Parzelle 3 wird im zweiten Jahr Parzelle 1 und im dritten Jahr Parzelle 2

Möchten Sie keine Dauerkulturen anlegen, können Sie im rollierenden System innerhalb aller Parzellen abwechseln.

Das heißt, die Reihenfolge in Parzelle 1 ist im ersten Jahr zum Beispiel:

1. Blattsalate

2. Radieschen

3. Endiviensalat

dann lautet sie im zweiten Jahr:

1. Radieschen

2. Endiviensalat

3. Blattsalate und so weiter.

Flachbeete:

Flachbeete werden so angelegt, dass man sie ohne sie zu betreten bearbeiten kann. Sie sind eingeebnete und gerechte Flächen, für die, wenn sie einmal angelegt sind, keine Energie mehr für das Umgraben oder die Gänge verschwendet werden muss.

Die kleine Größe der Beete mit einer Breite von etwa 120 Zentimetern hält auch das Wachsen von Unkraut in Grenzen. Die Anlegung solcher Beete ist nicht teuer, die Gänge können mit Hobelspänen ausgelegt werden.

Hochbeete:

Bei Hochbeeten befindet sich das Erdreich, wie der Name sagt, oberhalb der Bodenhöhe. Es fällt auch hier kein lästiges Umgraben mehr an und die Beethöhe, bzw. Bodentiefe kann je nach Bedarf angelegt werden.

Um solche Hochbeete anzulegen, wird allerdings eine Menge Komposterde benötigt, die sehr teuer im Anschaffungspreis ist. Das Material für die Beeteinfassung kommt noch dazu.

Wichtige Tipps zur Fruchtfolge im Gemüsegarten finden Sie außerdem in folgendem Video:

Quadratisch angelegte Beete:

Sie können als Tief- oder Hochbeete angelegt werden. Ansonsten gibt es keine Unterschiede. Sie haben die gleichen Vor- und Nachteile wie andere Hoch- und Tiefbeete.

Mein Tipp: Achten Sie jedoch darauf, dass die Beete nicht zu groß sind, da man sie sonst zum Bearbeiten betreten müsste.

Umgraben:

Das traditionelle Umgraben ist auf jeden Fall bei schwerem Boden notwendig, sollte aber grundsätzlich immer getan werden, um die Erde zu wenden und den Boden aufzulockern.

Mein Tipp: Bei Bedarf können Sie alles einarbeiten, was notwendig ist, um die Bodenqualität zu verbessern, wie etwa Kompost oder Mist.

Umgegraben wird im Herbst, damit die Schollen im Winter durchfrieren können und die Erde im Frühjahr nur noch aufgelockert werden muss.

Kompost und Dünger:

Die Beschaffenheit des zu kultivierenden Bodens können Sie nicht ändern, aber Sie können ihn beispielsweise durch Kompost und Dünger fruchtbarer machen.

Um einen hohen Ertrag aus dem Boden zu gewinnen, sollten Sie ihn entsprechend pflegen und nähren. Dazugehört aber auch, ihn nicht übermäßig zu beanspruchen. Gute Nährstoffe sind für den Boden genauso wichtig, wie für den Menschen.

Ein richtig angelegter Komposthaufen verkörpert einen perfekten Naturkreislauf. Zum einen werden Garten- und Haushaltsabfälle recycelt und zum anderen erhalten Sie durch ihn Material, um den Boden zu ernähren, der wiederum die Pflanzen nährt, die Sie satt machen und gesund am Leben erhalten.

Mein Tipp: Grundsätzlich kann alles Organische auf den Kompost, sogar Papier und Karton. Nicht jedoch Plastik, Metall, Glas, Tierkadaver, rohes Fleisch oder Fisch, Tierausscheidungen, kranke Pflanzen und extrem wucherndes Unkraut.

Eine weitere Möglichkeit dem Boden etwas Gutes zu tun ist die Gründüngung. Dazu werden bestimmte Pflanzenwie zum Beispiel Klee, angebaut und gemäht, um sie nach einigen Tagen im getrockneten Zustand in den Boden einzuarbeiten.

Ebenfalls bewährt und seit jeher als Dünger verwendet, wird Stallmist. Der beste Mist kommt aus der eigenen Viehzucht oder vom Biobauern, egal ob Ziegen, Pferde, Rinder oder Hühner.

Mein Tipp: Sie können den tierischen Mist mit Stroh, Papier oder Hobelspänen, gegebenenfalls noch mit Gartenabfällen vermischen. Dann kann er wunderbar in den Boden ein- gearbeitet werden.

Was erschwert oft den Anbau von Gemüse? Schädlinge! Damit die Ernte besonders gut ausfällt, sollten Sie diese Tipps zur Schädlingsbekämpfung beachten!

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