Im Falle einer Währungsreform können Schulden Ihre Existenz bedrohen. So vermeiden Sie den größten Fehler, den Sie machen können. Sie sollten stets Geld sparen – Tipps um Schulden zu vermeiden, erfahren Sie jetzt.

Schulden sind wie ein Mühlstein um Ihren Hals. Sie nagen am Unterbewusstsein und können sogar zu einem gesundheitlichen Problem werden. Dabei geht es nicht immer um eine Haushypothek oder einen Autokauf, sondern auch um ganz „normale“ Konsumschulden.

Doch Schuldenvermeidung sollte in unseren gegenwärtigen unsicheren Zeiten Ziel sein. Warum, erläutere ich Ihnen gleich.

Mein Rat: Geben Sie nie mehr Geld aus, als Sie verdienen!

Kennen Sie die verschiedenen Schulden-Arten? In folgendem Video erfahren Sie mehr dazu:

Super-GAU: Schulden und Währungsreform

Viele von Ihnen denken vielleicht, dass sie durch eine Währungsreform ihre Verbindlichkeiten „leicht“ los werden, sich quasi zum Nulltarif entschulden. Frei nach dem Motto: „Eine Währungsreform ist doch eine gute Sache, denn dann lösen sich meine Schulden in Luft auf.“ Aber das ist ein verhängnisvoller Irrtum!

Die vergangenen Währungsreformen haben gezeigt:

● Ein Staat mit eigener (neuer) Währung legt das Geld für alle Verbindlichkeiten fest, die öffentlichen wie privaten.

● Der Gesetzgeber wird Ihnen Ihre Schulden nicht erlassen, sondern mit Faktor X auf die neue Währung umrechnen.

● Ihre Schulden bleiben (wenn auch an die neue Währung angepasst). Ihr Vermögen ist aber größtenteils „verbrannt“. Denn Privatschulden können per Gesetz nachträglich aufgewertet werden.

●  Davon unberührt bleiben Fremdwährungsschulden. Nach der Abwertung verteuern sich diese in eigener Währung, weswegen der Abwertung meist der Antrag auf Schuldenstreckung (Moratorium) folgt.

●  Glauben Sie deshalb ja nicht, dass Sie bei einer Währungsreform mit billig inflationiertem Geld aus Ihren Hypotheken- bzw. Grundschulden herauskommen. DAS ist der größte Fehler, den Sie machen können! Aufwertungs- und Lastenausgleichsgesetze drohen sich bei einer Währungsreform billig zu entschulden, ist dennoch für viele ein verlockender Gedanke. Aber genau das werden Banken und Regierung zu verhindern wissen. Der Weg dazu: Ein neues „Aufwertungsgesetz“ wie im Jahre 1925.

Damals wurden die Hypothekenschulden aus der Weimarer Republik nachträglich aufgewertet. So haben sich die Schulden durch die Inflation nicht etwa in „Luft“ aufgelöst, wie die meisten gehofft hatten. Im Gegenteil: Wer sich gefreut hatte, seine Verbindlichkeiten losgeworden zu sein, wurde zwei Jahre später wieder in Regress genommen.

Zweiter Beweis dafür, dass Schulden bei einer Währungsreform katastrophal sind: Im Jahr 1952 wurde das sogenannte „Lastenausgleichsgesetz“ erlassen. Die Umverteilung erfolgte dadurch, dass diejenigen, denen erhebliches Vermögen verblieben war (insbesondere Immobilienbesitzer), die Hälfte ihres Vermögens nach dem Stand vom 21. Juni 1948 in 120 vierteljährlichen Raten, also verteilt auf 30 Jahre, in einen Ausgleichsfonds einzahlen mussten. Geld sparen Tipps: Zu diesem Zweck wurden folgende Maßnahmen eingeführt:

1. Vermögensabgabe

2. Hypothekengewinnabgabe

3. Kreditgewinnabgabe

Diese Gesetze sind also schon einmal da gewesen, wieso sollen sie, wenn der Staat mit dem Rücken zur Wand steht, nicht wieder erlassen werden?

Ihre Schulden können sogar steigen!

Der Nennwert der Schulden kann also gleich oder sogar noch höher werden, während die Lebenshaltungskosten rasch ansteigen können und so einen immer größeren Teil Ihres verfügbaren Vermögens aufzehren. Für den eigentlichen Schuldendienst bleibt dann immer weniger übrig.

Merke: Nur die Staaten entschulden sich im Falle einer Währungsreform. Die Verbindlichkeiten der Privat-haushalte – also Ihre Schulden – bleiben gleich und können sogar noch steigen!

Dazu ein Beispiel von der Währungsreform im Jahre 1948:

Das Umtauschverhältnis Reichsmark zur D-Mark betrug damals 100: 6,5.

Das bedeutete: Für 10.000 Reichsmark Vermögen erhielt man 650 neue D-Mark. Schuldverschreibungen, Hypo- theken und Verbindlichkeiten wurden jedoch im Verhältnis 100:10 umgestellt. Für 10.000 Reichsmark Darlehen waren dann noch 1.000 neue D-Mark zu tilgen.

Wären die Schulden im gleichen Verhältnis wie die Bargeld-Vermögen umgestellt worden, hätten sie nur 650 D-Mark betragen.

So aber stiegen die Verbindlichkeiten um 53,85 Prozent!

Von wegen: Bei einer Währungsreform werden sich meine Verbindlichkeiten in „Luft“ auflösen, deshalb ist es gut, gerade in solchen Zeiten Schulden aufzunehmen!

● Wie ich Ihnen erläutert habe, können Schulden im Falle einer Währungsreform Ihre Existenz bedrohen. Lassen Sie es gleich gar nicht soweit kommen!

Mein Rat: Leben Sie im Rahmen Ihrer finanziellen Möglichkeiten und kontrollieren Sie Ihre Ausgaben.

Geld sparen Tipps: verschiedene Praxis

● Legen Sie einen Notgroschen für unvorhersehbare Situationen zurück (etwa drei bis vier Brutto-Monatsgehälter).

● Machen Sie – soweit es möglich ist – keine neuen Schulden.

● Lässt sich das nicht vermeiden, dann vereinbaren Sie mit Ihrem Kreditinstitut auf jeden Fall die Möglichkeit zu Sondertilgungen.

● Planen Sie Ihre Finanzsituation so, dass Sie Ihre Schulden auch noch tilgen können, wenn Sie erheblich weniger verdienen.

● Legen Sie dazu mehr auf die hohe Kante und verzichten Sie auf Konsumgüter, die nicht so wichtig sind.

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