Liebe Leser,

momentan dominiert ja noch Corona die Schlagzeilen. Und wir hegen die Vermutung, dass dies noch länger der Fall sein wird. Dennoch sollten wir das Thema Blackout nicht außen vor lassen.

Blackout in der Pandemie?

Worst case wäre, wenn es inmitten der Pandemie zum Blackout käme. Möglicherweise im Januar oder Febraur 2021. Wie auch immer, in einigen Kommunen dese Landes scheinen die Verantwortlichen endlich aufgewacht, ja sensibilisiert worden zu sein. Immerhin.

Forbach bereitet sich vor

Wir sind bei unseren Recherchen auf die Gemeinde Forbach gestoßen (Näheres finden Sie hier).

Dem Bericht zufolge bereite sich die Gemeinde Forbach mit einem Notfall-Plan vor. Schon im vergangenen Jahr sei ein lokales Ingenieurbüro mit einem Konzept beauftragt worden. Ziel dessen sei, bei einem kreisweiten Stromausfall eine Mindestversorgung für drei Tage ermöglichen soll. Im Konzept werden unter anderem Themen wie die Trinkwasserversorgung, den Kraftstoffvorrat Kommunikationswege sowie wichtige Gebäude behandelt. Das Feuerwehrgerätehaus solle vor Ort als Einsatzzentrale für die Verwaltung und Rettungskräfte dienen. Das Rathaus sei als Anlaufstelle für die Bürger vorgesehen. Ferner seien bestimmte Lokaliätten zur Essensversorgung und Notunterkünfte eingerichtet werden.

Stromausfälle in Deutschland

Damit die vier Gebäude ihren Zweck erfüllen können, hat der Gemeinderat beschlossen, Notstrom-Aggregate zu kaufen und die nötigen Einspeisestellen installieren zu lassen. Der Haken: Das erste Notstrom-Aggregat sollte eigentlich in diesem Jahr fürs Feuerwehrgerätehaus angeschafft werden. Der Gemeinderat hätte dafür in der jüngsten Sitzung grünes Licht geben sollen. Er hat das Thema jedoch mit Blick auf die finanzielle Schieflage der Gemeinde vertagt.

Ist mit Unterstützung von außen zu rechnen?

Wenn weiträumigere Ausfälle auftreten, sind die Einrichtungen erst einmal mit sich selbst beschäftigt. Das Regierungspräsidium in Karlsruhe findet im Musternotfallplan von 2014 deutliche Worte: „Behörden, Betriebe und Kommunen müssen mit eigenen Mitteln auskommen.” Entsprechend individuell sind Notfall-Konzepte bislang geplant. Ein kreisweites Konzept stehe auf der Agenda, sagt Kreisbrandmeister Heiko Schäfer. Doch „das nimmt alles Zeit in Anspruch. Da geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit.” Schon jetzt gilt: Je nachdem, wie sich die Lage entwickelt, kommen nach und nach weitere Akteure und Hilfskräfte ins Spiel. „Von der unteren Verwaltungsebene geht’s hoch bis ins Ministerium.“

Wie sollten die Bürger selbst vorsorgen?

Kommunen sind zwar gehalten, eine Grundversorgung zu gewährleisten. Doch das Regierungspräsidium in Karlsruhe macht in seinem Musternotfallplan deutlich, dass die Bürger selbst Vorsorge treffen müssen. Es setzt auf Eigenverantwortung und Nachbarschaftshilfe. Das BBK bietet Broschüren mit Tipps für die Vorbereitung und den Katastrophenfall an. Im Vorfeld ist wichtig, sich über Ansprechpartner zu informieren und Vorräte anzulegen. Trinkwasser, Lebensmittel und Hygieneartikel gehören dazu, aber auch Batterien und Gaskartuschen. Ohne sie sind Campingkocher, Taschenlampen, Rundfunkgeräte und Radios wenig wert. Auch Rauchmelder, Feuerlöscher und Löschdecken sind wichtig. Eine eigene Notstromversorgung ist ebenfalls eine Überlegung wert. Nicht zuletzt sollte ein Gedanke pflegebedürftigen Angehörigen gelten. Brauchen sie Hilfe, müssen sie betreut werden? Vorbereitung ist in all diesen Bereichen Gold wert.

Quelle: https://bnn.de/mittelbaden/gaggenau/forbach/planen-fuer-den-notfall-was-tun-wenn-tagelang-der-strom-ausfaellt