Liebe Leser, 

das Thema „Stromausfall“ steht nicht nur hier bei uns (siehe hier) in deutschen Landen ganz oben auf der agenda. Einige von Ihnen waren sicherlich schon mal in Kalifornien und kennen daher die dortigen „Verhältnisse. “Naja, im Land der High-Tech-Konzerne macht die Stromversorgung, genauer gesagt das Stromnetz, mitunter nicht wirklich den „besten Eindruck“. Das ist noch sehr, sehr wohlwollend formuliert. Böse Zeitgenossen vergleichen das marode Netz dort gar mit Dritte-Welt-Verhältnissen. Ein geplanter Stromausfall in Nordkalifornien sorgte jetzt für Aufruhe.

Geplanter Stromausfall: Wie kam es dazu?

Jüngst kam es dort zur Kuriosität, dass der Energeiversorger Pacific Gas & Electric (PG&E) ABSICHTLICH rund 600.000 Haushalte und Unternehmen ohne Strom im Dunklen sitzen ließ. Mehr als zwei Millionen Menschen waren von diesem massivem Stromausfall betroffen. Für viele Betroffene hielt der Blackout mehrere Tage an. PG&E sprach von einer Vorsichtsmaßnahme wegen der Feuergefahr, die durch die heißen Santa Ana Winde entstand. Die Befürchtung lag darin, dass umkippende Bäume auf Hochspannungsleitungen fallen und Brände auslösen könnten. 

In zahlreichen Kommunen rund um San Francisco mussten folglich Geschäfte und Schulen geschlossen werden. Auch zahllose Ampelanlagen fielen aus. Die Universität in Berkeley sagte die Vorlesungen ab. Und selbst die Weingüter in der beliebten Touristenregion um Napa Valley stellten den Betrieb ein. 

Nach Abflauen der Winde sollten mehr als 6.000 Mitarbeiter Stromleitungen auf mögliche Schäden, etwa durch umgestürzte Bäume, untersuchen. Einen anschaulichen Bericht zur Lage liefert Ihnen folgendes Video:

Es gab aber auch massive Kritik an dieser unkonventionellen Maßnahme des Versorgers. Politiker und Bürger kritisierten den drastischen Eingriff als unverhältnismäßig. Selbst der Boss des Versorgers, Herr Johnson räumte relativ kleinlaut ein, dass das Unternehmen für die massiven Abschaltungen „nicht ausreichend“ vorbereitet gewesen sei. 

Ja, das klingt schon ziemlich „seltsam“, wenn ein Energieversorger nicht ausreichend auf ein solches Szenario vorbereitet ist. 

Wir wollen an der Stelle nicht die Frage stellen, ob die deutschen Versorger da wesentlich besser aufgestellt und vorbereitet sind. Das erschließt sich uns nicht wirklich. Wir werden es ja dann am Tag X „live“ erleben. 

Nichtsdestotrotz, zumindest wir sollten vorbereitet sein. Wie da konkret geht, haben wir an der Stelle schon des öfteren erwähnt. Und wir lassen hier auch kein Jota bei unseren Bemühungen nach!

Kommentar verfassen