29. September 2022Beitrag von Sina

Getreide kaufen: Brauchen Sie einen Getreidevorrat?

Die Getreideknappheit durch den Krieg in der Ukraine wird in den kommenden Wochen und Monaten noch einmal deutlich zunehmen. Diese Erkenntnis hat sich bis dato zwar in den Medien gezeigt, aber ist noch nicht richtig wahrgenommen worden. Sie sollten wissen, wie Sie sich möglichst schnell und effektiv bevorraten können, wenn Sie kein Getreide mehr kaufen können. Grundnahrungsmittel spielen für Ihr Überleben eine zentrale Rolle.

Lieferketten brechen zusammen

Getreide kaufen

Tatsächlich ist etwa die Ukraine ein Land, das für einen größeren Teil der weltweiten Getreideexporte verantwortlich sind. Sie haben vielleicht gelesen, dass Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir nun der Ukraine helfen möchte, die Produkte mit Getreide verkaufen zu können. Dies wird nicht ohne weiteres gelingen, meint die Europäische Bahn. Es fehlen spezielle Loks etc., sprich: Infrastruktur, um hier erfolgreich sein zu können.

Sie sollten deshalb die Vorbereitung jetzt vornehmen

Wenn Sie für 10 Tage überleben möchten (und dann noch ebenso fit sein möchten, wie Sie es anfangs sind), benötigen etwa 2.000 bis 2.200 Kcal pro Person. Je nach Alter und Geschlecht kann es Unterschiede geben. Dennoch gibt Ihnen dies den entscheidenden Rahmen.

Getreide ist wie Kartoffeln als Grundnahrungsmittel für Sie überlebensnotwendig. Sie sollten daher Produkte mit Getreide kaufen und einen Vorrat aufbauen. Wie Sie Mehl und Getreide richtig lagern können, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Staat hat Getreidelager

Deutschland wird bei einer Getreideknappheit nicht vollständig dem Schicksal überlassen. Der Staat hält grundsätzlich Getreide vor. Dies ist das große Bild – doch wie sieht es im Detail aus?
Der Staat hält seine Reserven an Weizen sowie an Hafer vor allem in der Nähe von Mühlen vor. Dafür soll es über 100 Lagerstätten in der ganzen Republik geben. Die Lager werden von privaten Unternehmen betrieben. Standorte dazu werden Sie nicht – direkt – in den Medien erfahren, u.a., um Angriffe auf die Lager zu vermeiden.

Das Landwirtschaftsministerium bestätigt: „Bei einer Veröffentlichung der Standorte der Lagerstätten würde die Wahrscheinlichkeit, dass in einer Versorgungskrise die Lager das Ziel von Plünderungen würden, deutlich zunehmen.“

Dies ist verständlich, wirft allerdings ein beunruhigendes Licht auf die Verhältnisse. Damit können Sie kaum kontrollieren, ob in Ihrer Nähe ein solcher Standort aufgebaut und wie viel Getreide sich – für welchen Zweck – darin befindet. Sie wissen damit im Zweifel nichts.

An sich sollen die Vorräte dafür sorgen, dass die Bevölkerung in der gesamten Bundesrepublik über einige Tage versorgt werden kann.

Die Realität kann anders aussehen. Wir wissen nicht, wie groß die Vorräte tatsächlich sind. Zudem wissen wir nichts über die Verteilung. Wenn ein Anspruch auf Versorgung im gesamten Land besteht, wäre dennoch fraglich, wie weit der Anspruch aufrecht erhalten werden kann, wenn wir keine oder wenig Logistik zur Verfügung haben? Was passiert, wenn zu wenig Benzin zur Verfügung steht? Was passiert, wenn zu wenig Fahrer in einer Krise mitmachen werden?

Im letztgenannten Fall könnten Speditionen zwangsweise verpflichtet werden. Was passiert allerdings, wenn die Speditionen auch kein Benzin und keine Fahrer haben? (Der Gedanke liegt aktuell recht nahe?).

Sie sehen: Am besten sind eigene Notfallvorräte – sicher ist sicher.

Vorrat aufbauen durch Produkte mit Getreide kaufen

    • Wenn Sie jetzt Produkte mit Getreide kaufen und Vorräte aufbauen, dann beachten Sie den Bedarf: 200 Gramm täglich pro Kopf sind die ideale Menge bei Nudeln. Derzeit bieten sich hier für dieses Weizenprodukt Vorräte von sicherlich sogar 30 Tagen an. Dasselbe wird auch für Reis zu empfehlen sein, da Reis ein Ausweichprodukt darstellt, auf das zahlreiche Menschen zurückgreifen werden.
    • Kartoffeln sind nicht so lange haltbar. Hier greifen Sie auf Vorräte zurück, die etwas geringer sind. Sie sollten zumindest mit 100 Gramm Kartoffeln pro Tag und Kopf kalkulieren
      • Auch Brot ist als Grundnahrungsmittel wichtig. Brot ist besonders als Dauerbrot in Preppershops zu kaufen. Die Nachfrage steigt, besonders in Krisenzeiten, weiter an. Deshalb empfiehlt es sich, hinreichend früh größere Mengen zu ordern. Wenn die Weizen-Nachschubkrise bekannt und in den Supermärkten sichtbar wird, dürfte es für viele Haushalte bereits zu spät sein.
      • Schließlich sollten Sie zur Abwechslung und der einfachen Zubereitung halber 500 Gramm Flocken bevorraten. Dies können zum Beispiel Haferflocken sein, die Sie zur Not auch einfach mit Wasser zubereiten können.

Falls Sie keine Produkte mit Getreide kaufen können und Ihre Vorräte leer sein sollten, können Sie Mehl auch aus anderen Produkten herstellen. Hier können Sie die verschiedenen Ersatzprodukte für Mehl nachlesen.

Dies gilt als Basis-Liste, was Sie an Getreide und Kartoffeln kaufen sollten. Diese Basis-Liste ist allerdings dynamisch. Sie benötigen desweiteren noch Milchprodukte, Fisch- und Fleischprodukte (ersteres vor allem, um Eiweiß zu Ihnen zu nehmen) wie auch Fett, Obst und Gemüse. Wir empfehlen Ihnen eine Mischung aus allen Lebensmittel-Vorräten, aber: Wenn Sie Getreide- und Kartoffelprodukte bevorzugen, dann sind die oben formulierten Angaben zu wenig. Pro Person bräuchten Sie, wenn Sie auf alle anderen Zutaten verzichten würden, mindestens die doppelte Menge.

Bei allen Vorräten gilt, dass Sie diese möglichst im Keller oder wenigstens kühl lagern sollten. Die Preise sind ohnehin schon gestiegen – sie werden aber weiter klettern. Hier brauchen Sie nicht zu spekulieren. Daher sollten Sie jetzt Produkte mit Getreide kaufen und nicht warten.

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