„Ich möchte eine Hühnerzucht beginnen. Was muss ich dabei beachten?“ fragt Leser Ulf L. aus Braunschweig. Herr L. hat weitere Fragen gestellt, die ich der Reihe nach beantworten möchte.

Hier soll es vor allem um die Basics der Hühnerzucht gehen. Noch detailliertere Informationen zur Hühnerhaltung erfahren Sie in diesem Artikel.

„Welches sind gute Bruthennen?“

Antwort: Es gibt Rassen, die gerne brüten wie beispielsweise die Seidenhühner. Sie eignen sich besonders gut für die Hühnerzucht. Sie können die Tiere aber auch zum Brüten „anregen“ – und das geht so: Lassen Sie die Eierim Legenest und halten Sie den Stall sauber und trocken, denn eine Henne verbringt sehr viel Zeit mit dem Brüten.

Mein Rat: Wenn Sie sich nähern und die Henne schlägt mit den Flügeln ist es ein Indiz dafür, dass sie brütet.

„Muss ich Küken kaufen?“

Antwort: Wenn Sie erst mit der Hühnerzucht beginnen wollen, ist es besser, zuerst etwa acht Wochen alte Hühnchen bei einem guten Züchter zu kaufen. Damit sparen Sie sich außerdem das nicht ganz billige Kükenfutter und die Heizung.

„Wie lässt man Küken von einer Bruthenne aufziehen?“

Antwort: Dazu benötigen Sie ein warmes und trockenes Stallabteil, das von den anderen Hühnern getrennt ist. Stellen Sie das „Nest“ (ein Würfel von 60 cm Seitenlänge anfertigen) an einen warmen und geschützten Ort auf. Wenn es sich die Bruthenne bequem gemacht hat, zeigen Sie Ihr die Küken. Nimmt sie diese an und hat sich die „Hühner-Familie“ eingerichtet, geben Sie den Kleinen ein spezielles Kükenfutter aus Milch und Mais. Die Bruthenne selbst bekommt weiterhin das Futter, das sie gewohnt ist, also Körner, Mastfutter und Futterpillets.

Mein Rat: Füttern Sie Küken und Henne alle zwei bis drei Stunden, von Sonnenaufgang bis Untergang über sieben bis acht Wochen und vergrößern Sie dabei den Auslauf immer ein wenig.

Welche wichtigen Details Sie als Hühnerzucht-Anfänger außerdem beachten sollten, erfahren Sie in folgendem Video:

„Ab wann muss ich frisch geschlüpfte Küken füttern?“

Antwort: normalerweise erst nach zwei Tagen.

Hühnerzucht: „Ist es schlimm, wenn Blut an den Eiern zu sehen ist?“

Antwort: Nein, denn die ersten Eier eines Hühnchens zeigen meist ein paar Blutströpfchen.

Mein Rat: Beobachten Sie dies jedoch sorgfältig, wenn der Zustand anhält, ist das Tier vielleicht verletzt.

„Können Küchenabfälle wie Knoblauch oder Zwiebeln den Geschmack und die Farbe der Eier beeinträchtigen?“

Antwort: Ja, wenn Sie Schalen von Knoblauch oder Zwiebeln in das Futter geben, kann dies auch möglicherweise die Farbe und den Geschmack der Eier beeinträchtigen. Und zum Schluss noch einige allgemeine Tipps:

Schadnager:

Mäuse und Ratten können durch das Hühnerfutter angelockt werden. Deshalb füttern Sie „ökonomisch“, das heißt: nur so viel wie nötig.

Mein Rat: Wechseln Sie ab und zu den Standort des Futtertrogs oder legen Sie sich eine Katze zu, die aufpasst.

Flöhe und Läuse:

Gute Hygiene ist die beste Vorbeugung gegen die winzigen Parasiten, die aussehen wie rote oder schwarze Staubkörner. Sie erkennen den Befall daran, wenn die Legeleistung nachlässt und sich die Hühner oft kratzen. Dann den Stall mit einem Spezialpulver desinfizieren.

Auch die Entenzucht wird immer populärer. Erfahren Sie in diesem Artikel, ob sich die Entenzucht vielleicht sogar besser für Sie eignet.

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