Liebe Leser, viele Schlagzeilen gehen momentan im Corona-Chaos unter. Das ist leider so. Wir sind weiter extrem aufmerksam, ja wachsam; gerade auch im Hinblick auf die Situation Versorgungslage mit Grundnahrungsmitteln. Das ist und bleibt ein existenziell wichtiges Thema. Ein Experte warnt jetzt vor einer extremen Hungersnot, die 2020 auf die Welt zukommt.

Warnung vor biblischen Hungernöten 

Und da kam jüngst etwas über den Nachrichtenticker, das in den großen Mainstream-Medien nur als Randmeldung oder gar nicht erschien. Das ist ebenfalls extrem bedenklich. Egal. Jedenfalls wagte sich das Weltgesundheitsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) mit einer dramatischen Warnung aus der Deckung.

Die Verantwortlichen warnten nämlich vor „Hungersnöten biblischer Ausmaße binnen weniger Monate“. Es gebe keine Zeit zu verlieren, so wird der WFP-Exekutivdirektor David Beasley zitiert. Schon vor der Ausbreitung des Virus habe die Welt vor der „schlimmsten humanitären Katastrophe seit dem Zweiten Weltkrieg“ gestanden. Unglaubliche Worte! 

Herr Beasley verwies in dem Kontext auf die Konflikte in Syrien und Jemen, Krisen in Südsudan und Burkina Faso, die Heuschreckenplage in Ostafrika sowie häufigere Naturkatastrophen, Extrwetter und wirtschaftliche Notlagen wie im Libanon mit Millionen Bürgerkriegsflüchtlingen. All diese Faktoren würden bereits einen „perfekten Sturm“. 

Hungersnot
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Hungersnot: Drastische Veränderungen erwartet

Also, dem WFP-Boss zufolge würden weltweit schon jetzt 135 Millionen Menschen unter akuter Nahrungsmittelknappheit leiden. Dazu würden bis Jahresende weitere 130 Millionen durch die Folgen der Coronakrise an die Schwelle des Verhungerns gedrängt. Ohne humanitäre Hilfe durch die Vereinten Nationen könnten über einen Dreimonatszeitram täglich 300.000 Menschen verhungern, so die düstere Prognose von Mr Beasley. 

Nötig sei vor allem eine Waffenruhe, um einen „schnellen und ungehinderten“ humanitären Zugang zu gefährdeten Bevölkerungen zu gewährleisten. Für logistische Zentren und die humanitäre Versorgungskette gebe es Bedarf an zusätzlichen Mitteln in Höhe von 350 Millionen US-Dollar. 

Nicht nur der WFP-Chef blickt extrem skeptisch in die Zukunft. Auch der Generaldirektor der Welternährungsorganisation FAO, Qu Dongyu, sprach von „düsteren“ Prognosen für die globale Ernährungssicherheit im laufenden Jahr. Konflikte, Extremwetter, Heuschrecken, wirtschaftliche Schocks und COVID-19 würden immer mehr Menschen in akute Nahrungsmittelknappheit treiben. Die FAO mobilisiere derzeit ihre Kräfte wie nie zuvor seit der Gründung der Vereinten Nationen. 

Ja, das sind düstere Aussichten. Wir schließen uns diesen katastrophal schlechten Prognosen an. Die nächsten Jahre werden knüppelharte Jahre werden. Die Zeichen stehen auf Sturm. Sorgen Sie vor – so gut Sie können. Und lassen Sie sich nicht „verunsichern“, wenn man Vorsorger gesellschaftlich herabwürdigt. Ignorieren Sie dieses Geschwätz nicht einmal!

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