Liebe Leser, 

wir haben ja an der Stelle schon sehr oft vor den großen Risiken und Gefahren für das Finanzsystem gewarnt, zum Beispiel in diesem Artikel. Die Folge ist, unter anderem: Die Immobilienpreise steigen weiterhin drastisch an. Zu den warnenden Stimmen gesellte sich nun selbst die Deutsche Bundesbank.

Schwer verwundbares Finanzsystem 

Die Verwundbarkeiten des Finanzsystems gegenüber unerwarteten makroökonomischen Entwicklungen nähmen zu, so jedenfalls die Aussage von Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch bei der Vorstellung des aktuellen Finanzstabilität-Berichts. Frau Buch erläuterte ferner, dass ein plötzlicher Konjunktureinbruch und Turbulenzen an den Börsen die deutschen Geldhäuser aus Sicht der Bundesbank hart treffen könnten. Laut Frau Buch sei es kritisch, dass Institute nach zehn guten Jahren für die Wirtschaft Risiken bei Darlehen unterschätzen würden. Zudem werde die Werthaltigkeit von Kreditsicherheiten wie Immobilien potenziell überschätzt. 

Im Podcast von ImmobilienScout24 wird das Problem der Immobilienpreise angesprochen:

Immobilienpreise steigen weiterhin 

Eine Gefahr sei auch, dass die  Immobilienpreise steigen, und zwar dramatisch. Dadurch könnten die Entwicklungen in der Vergangenheit zu optimistisch in die Zukunft fortgeschrieben werden und die Werthaltigkeit von Sicherheiten überschätzt werden, warnte die Bundesbank. 

Und last bot not least komme erschwerend hinzu, dass sowohl schnell steigende als auch anhaltend niedrige Zinsen das Finanzsystem unter Druck setzten könnten. 

Ja, unter dem Strich ist das Finanzsystem massiv unter Druck und schwer verwundbar. Gerade die im internationalen Vergelich relativ ertragsschwachen deutschen Banken befinden sich in einer schweren, ja prekären Lage. Die Banken wanken. Sollte es konjunkturell weiter – wie wir auch erwarten – bergab gehe, wird sich der Druck erhöhen. Und damit wächst auch die Gefahr, das Risiko für die Spareinlagen. Also, der eigene Bargeld-Vorrat ist nahezu alternativlos. Nutzen Sie die Gelegenheit. Die Immobilienpreise steigen und werden auch weiterhin ansteigen. Im Falle einer schweren Bankenkrise ist die Gefahr groß, dass man wie einst auf Zypern nur noch limitiert sein Geld abheben kann.

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