Liebe Leser, 

wir hatten uns ja schon jüngst mit dem Thema Atomunfall beschäftigt. Hintergrund war ja, dass die Bundesregierung eine Großbestellung für Jodtabletten bei einem österreichischen Unternehmen in Auftrag gab. Jodtabletten Atomunfall: Heute sehen wir uns an, wie die Versorgung im Notfall geregelt wäre.

Zu wenig Tabletten im Großraum Hannover? 

Neulich mussten wir zufällig zur Kenntnis nehmen (siehe hier), dass anscheinend im Großraum Hannover die Behörden viel zu wenige Jodtabletten horten. Wie auch immer, letzten Endes sollten wir auch in dem Kontext nichts dem Zufall überlassen und selbst tätig werden. 

Eine wichtige Maßnahme, die jede/r selbst treffen kann, ist die Bevorratung mit Jodtabletten. Warum Jod so essentiell wichtig für Ihre Gesundheit ist, erfahren Sie in folgendem Video:

Selbst die Bundesregierung, um genau zu sein das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, beschäftigt sich sehr intensiv mit der Thematik, siehe hier. 

Hochdosierte Jodtabletten – wissenschaftlich korrekt heißen sie Kaliumiodid-Tabletten – sättigen die Schilddrüse mit nicht-radioaktivem Jod. Sie verhindern – wenn sie zur rechten Zeit eingenommen werden – dass sich radioaktives Jod in der Schilddrüse ansammelt. 

Beim Kauf der Tabletten sollte unbedingt beachtet werden, dass sie nicht mit anderen Jodtabletten, die zur Behandlung von Schilddrüsenkrankheiten verwendet werden, verwechselt werden. 

Jodtabletten Atomunfall: Wie und wann sollte man sie einnehmen?

Die hochdosierten Jodtabletten sollten generell nur dann eingenommen werden, wenn die Behörden am Tag X dazu auffordern. Grundsätzlich sollte immer der Beipackzettel gelesen werden. Und auch das Verfallsdatum muß regelmäßig überprüft werden. 

Ferner gilt es, sehr genau auf die Dosierung für die jeweilige Altersgruppe zu achten. Dem Umweltinstitut München zufolge sollen Jugendliche ab 13 Jahren sowie Erwachsene bis 45 Jahre 100mg Jodid erhalten. 

Jodtabletten Atomunfall
photo credit: unsplash.com

Für Menschen ab 45 ist die Einnahme tendenziell nicht empfehlenswert. Das Risiko, dadurch eine schwerwiegende Schilddrüsenerkrankung zu erleiden, wird grundsätzlich höher eingestuft als das Strahlenrisiko durch Einatmen von radioaktivem Jod. Dennoch: diese Ausage ist zu pauschal. Es sollte grundsätzlich jede/r im Vorfeld genau mit dem Arzt des Vertrauens Rücksprache halten. 

Last but not least: möchten Sie selbst Jodtabletten bevorraten, können Sie diese auch rezeptfrei in der Apotheke kaufen. Es gibt auch einige Online-Apotheken, bei denen die Jodtabletten bestellt werden können. Achten Sie dabei auf folgendes Hinweisblatt.

Kommentar verfassen