Liebe Leser, 

wie vorgestern versprochen – siehe hier – beschäftigen wir uns heute mit dem Thema Lebensversicherung. Wir haben uns jüngst ja schon mit allen möglichen Sparformen wie einfachen Sparguthaben oder Aktienfonds beschäftigt. Viele von Ihnen werden aber eine extrem wichtige Sparform vermisst haben. Nämlich die klassische deutsche Kapitallebensversicherung. 

Ist eine Kapitallebensversicherung sinnvoll? 87 Millionen Verträge 

Die Deutschen sind ja nach wie vor extrem sparsam. Neben den konventionellen Anlagen bei Banken vertrauen die Bürger gigantische Milliarden-Summen den Versicherungsgesellschaften an. Das hat und ist gelebte Tradition in deutschen Landen. Aktuell haben die Deutschen sage und schreibe 87 Millionen Lebensversicherungsverträge abgeschlossen. Eine gewaltige Zahl. 

Kapitallebensversicherung sinnvoll
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Versicherer leiden unter Negativzins 

Ist eine Kapitallebensversicherung sinnvoll? Jüngst hätte eigentlich eine Meldung zur Lage der deutschen Lebensversicherungen zumindest etwas für Aufsehen sorgen sollen. Wie so oft ging diese massenmedial in der Flut der täglichen Meldungen unter. Kurzum, die deutschen Versicherer leiden zunehmend unter der Geldpolitik der Draghi-EZB. Es werde für die Branche immer schwieriger, ihre Zinsversprechen zu erfüllen. Das war die Aussage von Analyst Christian Badorff von der Ratingagentur Moody`s. Die Ratingagentur beließ ihren Ausblick für die deutsche Lebensversicherungsbranche auf negativ. Damit schätzt Moody’s die Lage in Deutschland schlechter ein als in allen anderen europäischen Ländern. 

Diese Nachricht hat es schon in sich. Im ach so reichen und angeblich stabilen Deutschland ist die Lage der Lebensversicherer schlechter als in allen anderen europäischen Ländern. Anders gesagt, selbst in den Krisenländern im Süden des Kontinents sind die Gesellschaften in einem besseren Zustand als in der BRD. Das ist ein Armutszeugnis par excellence. 

Wenige Tage später sorgte eine weitere Meldung – zumindest in der Branche – für großes Aufsehen. In den „normalen Medien“ wurde darüber kaum bzw. gar nicht berichtet. Der Bund der Versicherten schlug in einer Art und Weise Alarm, wie das noch nie der Fall war. Leider ging auch diese für die Versicherten eminent wichtige Pressemitteilung unter. Böse Zungen mögen da vermuten, dass solch schlechte Nachrichten bewußt nicht mehr groß in die „normalen“ Zeitungen kommen. Aus diversen Gründen. 

Egal, wir werden Ihnen morgen über die mehr als nur besorgniserregende Lage berichten.

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