9. Mai 2022Beitrag von Steve

Katastrophenschutz – Auf den Vorrat kommt es an

Die Coronakrise war für viele ein Weckruf. Und zwar in vielerlei Hinsicht. Nach Corona ist vor der nächsten Katastrophe. Und die fand ja Mitte Juli 2021 im Westen und Süden der Republik in Form einer epischen Flutkatastrophe statt.  Für all jene, die glücklicherweise nicht von den verheerenden Folgen dieser Katastrophe betroffen sind, sollte das wahrlich Anlass sein, die ureigene Katastrophenvorbereitung zu intensivieren. Selbst der Staat, genauer gesagt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) fordert die Bürger zum Katastrophenschutz auf; gerade auch nach der Hochwasserkatastrophe. Jeder sollte mindestens zehn Tage völlig autark überstehen können. Das sollte wahrlich das Minimum sein!

Mehr als nur ein Vorrat an Lebensmitteln

Katastrophenschutz

Beim Katastrophenschutz geht es um viel, viel mehr als nur um einen Vorrat an Lebensmitteln. Wir wissen ja leider nicht, auf welche Katastrophe wir uns konkret präparieren sollen. Wir können hier – bestenfalls – nur mutmaßen. Dennoch erscheint aus unserer Sicht ein längerer Stromausfall, ein Blackout durchaus realistisch. Das war ja auch zum Beispiel im Ahrtal der Fall. Die Wahrscheinlichkeit ist zumindest nicht gering. Es wäre jedenfalls fahrlässig, nicht auf ein solches Ereignis vorbereitet zu sein. Daher ist es äußerst sinnvoll, mit einem möglichst breit angelegtem Vorratsarsenal zu agieren. Diverse Checklisten und stets aktualisierte Hinweise stellt das BBK auch gratis zur Verfügung, auch im Internet unter www.bbk.bund.de

Zehn Tage ohne Einkauf

Die Regierung empfiehlt für den Katastrophenschutz: Bereiten Sie sich auf Katastrophen und Notfälle vor. In den vergangenen Tagen ist damit die Innenministerin Faeser bereits an die Öffentlichkeit getreten. Unabhängig davon, aber ergänzend, hat auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) bereits entsprechendes empfohlen.

Dabei sollten Sie sich an deren Checklisten orientieren. Wir erinnern an dieser Stelle an die Checkliste zum Thema Grundnahrungsmittel. Medien haben diese Checkliste für den Vorrat als „Vorratsliste für Hamsterkäufe“ bezeichnet.

Die Checkliste für Hamsterkäufe: Sie sollten zehn Tage lang überbrücken können

Die Checkliste für den Katastrophenschutz sollte nicht als Hamsterkauf-Vorräte genutzt werden, sondern vielmehr dafür sorgen, dass Sie zehn Tage lang ohne Einkauf überstehen können. Genau dieser Zeitraum kann andernfalls zu einem Problemfall werden – so jedenfalls sieht es auch das BBK. Die Behörde rät dazu, 2.200 Kilokalorien pro Tag und Person zu haben.

  • Getreide
  • Getreideprodukte
  • Brot
  • Nudeln
  • Reis

Diese Grundnahrungsmittel können zweifellos auch 5 KG ausmachen. Zum einen wissen Sie nicht, wie lange Supermärkte tatsächlich nicht liefern können, zum anderen versorgen Sie damit im Zweifel auch noch Dritte.

  • Gemüse und Hülsenfrüchte sollten zusammen 6 Kilogramm ausmachen.
  • Milch und Milchprodukte haben wir in unserer eigenen Liste mit 3,5 Kilogramm taxiert, um eine etwas längere Zeit zu überstehen.
  • Fette und Öle sollten insgesamt 0,5 KG ausmachen.

2,5 Liter Wasser pro Kopf

Konkret sollten sie eher 2,5 Liter Wasser pro Kopf pro Tag als nur zwei Liter für Ihren Vorrat einkalkulieren. Und das auch eher für 14 als „nur“ für zehn Tage.

Zudem sollten Sie bei den Wasservorräten die Behördenratschläge durchaus ausweiten: Es empfiehlt sich, auch Wasser für Hygiene möglichst großzügig einzukalkulieren. Die Regierung empfiehlt: Und Sie sollten besser und großzügiger sein. Wir dürfen davon ausgehen, die Regierung will nicht nur Panik verbreiten.

Wo Sie Ihr Trinkwasser speichern können, erfahren Sie hier.

Nicht nur auf den Vorrat an Lebensmitteln achten!

Gleich nach dem Vorrat an Grundlebensmitteln sollten Sie einen weiteren wichtigen Vorsorge-Baustein angehen. Nämlich Hausapotheke und Hygieneartikel. Gehen Sie auch hier Produkt für Produkt durch – und haben stets die Haltbarkeit im Blick. Abgelaufene Medikamente gehören stets in den Hausmüll! Bzgl. der Hausapotheke – sprechen Sie hier ruhig Arzt bzw. Apotheker des Vertrauens an.

Darüber hinaus sollten sie ihre häusliche Umgebung analysieren. Hier stehen die Punkte Brand- und Hochwasserschutz im Fokus. Analysieren Sie – ggf. mit Profis – die Schwachstellen vor Ort! Und wenn dann am Tag X nichts anderes als die Flucht übrig bleibt, sollte der Notfallrucksack – mit gesicherten Dokumenten und stromunabhängigem Radiogerät – bestens bestückt parat stehen. Und natürlich sollte mit der Familie auch der Fluchtweg – und mögliche Varianten – vorbereitet sein. Sicher ist sicher.

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