»Im schlimmsten Krisenfall werden sämtliche Stromabhängige Kommunikationsmittel ausfallen. Was kann ich dagegen tun? Wie gelingt die Kommunikation ohne Strom?« fragt Leser Roland K. aus Elsmhorn.

Antwort: Längere Stromausfälle aufgrund unterschiedlicher Krisenszenarien haben in unserer digitalen Welt verheerende Auswirkungen. Denn bei einem »Blackout» geht nichts mehr.

Dennoch kann es überlebenswichtig sein, dass Sie Warnmeldungen und andere wichtige Nachrichten erhalten. Das ist für Überleben und ihre mentale Stabilität enorm wichtig.

Ich erläutere Ihnen jetzt drei Kommunikationsmöglichkeiten, mit denen Sie sich dann auch weiterhin alle Informationen beschaffen können, die Sie unbedingt brauchen:

1. Stromnetz-unabhängige Weltempfänger

Moderne Weltempfänger werden nicht nur mit Batterien betrieben, sondern sind heute auch mit einem Solarpanel und zusätzlich mit einer Kurbel zum Aufladen eines kleinen Generators ausgestattet.

Diese Geräte sind stets einsatzfähig und garantieren Ihnen auch bei längeren Stromausfällen jederzeit den Zugang zu Informationen: ob Evakuierungspläne, Warnungen zu Tumulten und Aufständen oder Hinweise zur Lebensmittelausgabe. Zudem können Sie auch ausländische Sender empfangen.

Mein Rat: Weltempfänger erhalten Sie in Elektronikmärkten undKrisenvorsorge-Shops schon ab 20 Euro. Geräte mit Zusatzfunktionen, etwa integrierte Lese- und Taschenlam-pen kosten ab 100 Euro.

Was passiert, wenn der Strom wirklich lange ausbleibt? In folgendem Video sehen Sie die Folgen eines Blackouts:

2. CB-Funk-Geräte

Wie schon gesagt, bei einem Blackout ist Kommunikation sehr wichtig. Genau diese ermöglichen Ihnen auch batteriebetriebene CB-Handfunkgeräte, CB-Funkanlagen in Ihrem Haus oder in Ihrem Fahrzeug.

Diese funktionieren so: Beim CB-Funk werden Signale direkt zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht. Das ermöglicht Ihnen zumindest regionale Informationsquellen.

Grund: Lokale CB-Funker sind über das örtliche Geschehen gut informiert und viel näher »dran» als die Medien.

Die Vergangenheit zeigt, dass gerade bei Katastrophen CB-Funker wichtige Meldungen oft als Erste weitergeben: etwa wo Wasser, Nahrungsmittel oder Benzin zu bekommen sind, wo medizinische Hilfe geleistet wird oder in welchen Gegenden es gefährlich sein kann.

Mein Rat: CB-Funk ist kein Hexenwerk. Sehr gutes Grundlagenwissen vermittelt die Seite »www.hobbyfunk.de». Zudem kann Ihnen auch der regionale CB-Funk-Klub weiterhelfen.

Mein Tipp: Ordentliche CB-Funk-Geräte erhalten Sie bereits ab 70 Euro.

3. Sprechfunkgeräte

Sprechfunkgeräte sind ein begehrtes und kostengünstiges Kommunikationsmittel.

Zumal wenn Handy und das Festnetztelefon ausfallen, können Sie mit den geeigneten Funkgeräten auf freier Fläche bis zu 8 (!) Kilometer weit kommunizieren. In der Stadt sind es immerhin noch etwa 3 Kilometer.

Sie sind also jederzeit flexibel, zwar auf kürzere Distanz, aber immerhin! So können Sie jedenfalls die Kommunikation zu Ihrer Familie aufrechterhalten.

Mein Rat: Gute Sprechfunkgeräte gibt es in Elektronikgeschäften oder im Internet (z. B. amazon oder Conrad.de) bereits ab 70 Euro.

Mit einem Weltempfänger können Sie im Krisenfall auf überlebenswichtige Informationen zurückgreifen, damit Sie nicht isoliert sind.

CB- und/oder Sprechfunkgeräte ermöglichen Ihnen zudem die Kommunikation mit wichtigen Gesprächspartnern.

Wie verhalten Sie sich bei einer akuten Krisensituation richtig? Halten Sie sich am besten an diese Tipps.

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