6. Juni 2022Beitrag von Emilia Hartmann

Funkgeräte: Kommunikation ohne Strom

Die Kommunikationssysteme bei uns in der Gesellschaft sind letztlich störanfällig. Wenn es zu einem Krieg kommt, der eskaliert, werden gerade die Kommunikationssysteme, werden Satelliten und Funkmasten in den Fokus der Angreifer geraten. In einer solchen Situation ist es wichtig zu wissen, wie Sie die Kommunikation sicherstellen wollen. Wir empfehlen die altbewährten Funkgeräte. Diese könnten sich gerade angesichts der jüngsten Entwicklung(en) als wertvoll erweisen.

Funkgeräte: Die alte Technik

Schon in den vorhergehenden Weltkriegen und internationalen Kriegen hat sich die Funktechnik bewährt. Funkverbindungen sind immer dann wichtig, wenn die normalen Kommunikationssysteme nicht funktionieren, wenn der Strom gekappt ist oder wenn Sie damit rechnen, zum Beispiel den normalen Mobilfunk in keiner Weise mehr nutzen zu können.

Funkgeräte

CB-Funkgeräte helfen Ihnen vor allem dabei, mit einer kurzen Reichweite Kommunikationssysteme herzustellen. Sie können auf diese Weise ein regionales Netz aufbauen und somit a) Informationen schnell weitertragen und b) auch Frühwarndienste etablieren. Ein solches Netz etwa hätte geholfen, bei der Flut im Ahrtal schneller mehr Menschen zu erreichen und vor den Folgen des Hochwassers zu warnen.

»Im schlimmsten Krisenfall werden sämtliche Stromabhängige Kommunikationsmittel ausfallen. Was kann ich dagegen tun? Wie gelingt die Kommunikation ohne Strom?« fragt Leser Roland K. aus Elmshorn.

Antwort: Längere Stromausfälle aufgrund unterschiedlicher Krisenszenarien haben in unserer digitalen Welt verheerende Auswirkungen. Denn bei einem »Blackout« geht nichts mehr. Lesen Sie hier mehr dazu.

Dennoch kann es überlebenswichtig sein, dass Sie Warnmeldungen und andere wichtige Nachrichten erhalten. Das ist für Überleben und ihre mentale Stabilität enorm wichtig.

Wie können Sie vorgehen?

Die meisten Menschen haben jedoch heutzutage keine Erfahrung mit CB-Funkgeräten. Sie sollten sich deshalb mit dem Thema befassen. Der erste Schritt ist der Kauf guter Gerätschaften. Dabei gilt, dass diese mit einer Antenne ausgestattet sein sollten. Es bietet sich jedoch an, die Antennen selbst noch zu verstärken und massiv auszubauen.

Im zweiten Schritt sollten Sie – hier noch im Internet – Kontakt zu Menschen aufnehmen, die selbst funken. Es gibt hinreichend Gruppen, die dieses Geschäft betreiben. Denn es gibt Usancen, die im Funkverkehr zu beachten sind. Dies sind beispielsweise die Ansprache anderen gegenüber und bestimmte Limits, die zu beachten sind.

Deshalb sollten Sie vorher bereits die entsprechenden Ressourcen aufgebaut haben. Konkret hilft es, wenn Sie sich einer solchen Gruppierung bereits über mehrere Wochen angeschlossen haben sollten; auch die sozialen Medien können Ihnen hierbei weiterhelfen.

Ich erläutere Ihnen jetzt drei Kommunikationsmöglichkeiten, mit denen Sie sich dann auch weiterhin alle Informationen beschaffen können, die Sie unbedingt brauchen:

1. Stromnetz-unabhängige Weltempfänger

Moderne Weltempfänger werden nicht nur mit Batterien betrieben, sondern sind heute auch mit einem Solarpanel und zusätzlich mit einer Kurbel zum Aufladen eines kleinen Generators ausgestattet.

Diese Geräte sind stets einsatzfähig und garantieren Ihnen auch bei längeren Stromausfällen jederzeit den Zugang zu Informationen: ob Evakuierungspläne, Warnungen zu Tumulten und Aufständen oder Hinweise zur Lebensmittelausgabe. Zudem können Sie auch ausländische Sender empfangen.

Mein Rat: Weltempfänger erhalten Sie in Elektronikmärkten und Krisenvorsorge-Shops schon ab 20 Euro. Auch von Vorteil ist ein mit einer Kurbel angetriebenes Radio, wie unser Waldhammer Solar-Kurbelradio inkl. Powerbank.

2. CB-Funkgeräte

Wie schon gesagt, bei einem Blackout ist Kommunikation sehr wichtig. Genau diese ermöglichen Ihnen auch batteriebetriebene CB-Handfunkgeräte, CB-Funkanlagen in Ihrem Haus oder in Ihrem Fahrzeug. Diese funktionieren so: Beim CB-Funk werden Signale direkt zwischen Sender und Empfänger ausgetauscht. Das ermöglicht Ihnen zumindest regionale Informationsquellen.

Grund: Lokale CB-Funker sind über das örtliche Geschehen gut informiert und viel näher am geschehen als die Medien.

Die Vergangenheit zeigt, dass gerade bei Katastrophen CB-Funker wichtige Meldungen oft als Erste weitergeben: etwa wo Wasser, Nahrungsmittel oder Benzin zu bekommen sind, wo medizinische Hilfe geleistet wird oder in welchen Gegenden es gefährlich sein kann.

Mein Rat: CB-Funk ist kein Hexenwerk. Sehr gutes Grundlagen Wissen vermittelt die Seite funkerportal.de. Zudem kann Ihnen auch der regionale CB-Funk-Klub weiterhelfen.

Mein Tipp: Ordentliche CB-Funk-Geräte erhalten Sie bereits ab 70 Euro.

3. Sprech-Funkgeräte

Sprechfunkgeräte sind ein begehrtes und kostengünstiges Kommunikationsmittel. Zumal wenn Handy und das Festnetztelefon ausfallen, können Sie mit den geeigneten Funkgeräten auf freier Fläche bis zu 8 (!) Kilometer weit kommunizieren. In der Stadt sind es immerhin noch etwa 3 Kilometer. Sie sind also jederzeit flexibel, zwar auf kürzere Distanz, aber immerhin! So können Sie jedenfalls die Kommunikation zu Ihrer Familie aufrechterhalten.

Mein Rat: Gute Sprechfunkgeräte gibt es in Elektronikgeschäften oder im Internet (z. B. amazon oder Conrad.de) bereits ab 70 Euro.

Mit einem Weltempfänger können Sie im Krisenfall auf überlebenswichtige Informationen zurückgreifen, damit Sie nicht isoliert sind.

CB- und/oder Sprechfunkgeräte ermöglichen Ihnen zudem die Kommunikation mit wichtigen Gesprächspartnern.

Wie verhalten Sie sich bei einer akuten Krisensituation richtig? Halten Sie sich am besten an diese Tipps.

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