Der Konflikt in der Ukraine und die schwelende Kriegsgefahr zwischen Nordkorea und den USA zeigen, dass ein regionaler Krieg jederzeit auch zu einem Globalen werden kann. Auch wir in Mitteleuropa sind davor nicht gefeit. Zudem besteht die Möglichkeit vom Ausbruch schwerer innerer Unruhen oder gar einem Bürgerkrieg.

Verhalten bei Kriegsausbruch

Sobald die ersten Meldungen von einem globalen Krieg von den Medien vermeldet werden, wird es sehr rasch zu Hamsterkäufen und Plünderungen in den Supermärkten kommen.

Mein Rat: In diesem Krisendienst werde ich immer wieder darauf zurückkommen, wie Sie einen Lebensmittelvorrat anlegen und/oder sich selbst versorgen können.

Folgendes sollten Sie bei Kriegsausbruch tun:

Wasservorräte anlegen:

Füllen Sie alle verfügbaren Kanister, Eimer, Flaschen und die Badewanne mit Wasser, solange es noch Wasser gibt.

Wenn die Wasserzufuhr bereits ausgefallen ist, befinden sich innerhalb des Leitungssystems Ihres Hauses noch viele Liter nutzbaren Trinkwassers.

Oder sorgen Sie rechtzeitig vor und bunkern Sie Trinkwasser in praktischen Packungen – wie dieses hier.

Mein Rat: Drehen Sie einen Wasserhahn in Ihrer obersten Etage auf. So können Sie in den darunter gelegenen Stockwerken noch Trinkwasser aus anderen Hähnen entnehmen.

Akkus aufladen:

Denken Sie daran, dass auch der Strom bald ausfallen kann. Laden Sie deshalb alle Ihre Akkus und Akkugeräte auf.

Nachrichten hören:

Verfolgen Sie so lange wie nur möglich die Nachrichten, damit Sie die Gefährdung Ihrer Umgebung abschätzen können. Ein wichtiger Punkt, um die Krise überleben zu können.

Mein Rat: Dazu eignet sich vor allem ein batterie- oder solarbetriebenes Radio wie dieses hier.

Verdunklung I:

Um bei Luftangriffen »unsichtbarer» zu sein, sollten Sie alle Ihre Fensterläden und Rollläden schließen.

Mein Rat: Kleben Sie Ihre Fenster mit einer transparenten Klebefolie zu (um Splitter in Ihr Haus zu vermeiden) und ziehen Sie Ihre Vorhänge zu.

Verhalten im Krieg

Auch in Ihrer unmittelbare Umgebung können Kämpfe ausbrechen.

Gas- und Wasserhahn schließen:

Im Falle eines Alarms sollten Sie zunächst Ihren Hauptwasserhahn und Gashahn schließen, um eine Explosionsgefahr zu reduzieren oder zu vermeiden.

Mein Rat: Verbrauchen Sie das restliche Gas durch Verbrennen.

Krise überleben, in dem Sie einen Schutzraum aufsuchen:

Bei Luftalarm: Wenn es keinen Schutzbunker oder sonstigen Schutzraum für die Bevölkerung in Ihrer Nähe gibt, sollten Sie den Raum aufsuchen, der am tiefsten liegt. Das ist normalerweise Ihr Keller.

Wie Sie einen Schutzraum ausstatten sollten, erfahren Sie hier.

Mein Rat: Machen Sie den Keller »trümmersicher», indem Sie alle Gegenstände die umfallen oder Sie bei einem Luftangriffbegraben können, entfernen.

Wenn Sie die Krise überleben wollen, sollten Sie außerdem Fenster vermeiden (Splittergefahr!)

Sollte der Angriff so schnell erfolgen, dass Sie nicht mehr inden Keller kommen, stellen Sie sich unter Türdurchbrüche in Mittelmauern, Betonwänden und tragenden Wänden.

Mein Rat: Zur Not können Sie auch unter einem stabilen Tisch Zuflucht suchen.

Wenn Sie sich im Freien aufhalten, bleibt Ihnen nur die Möglichkeit, sofort die nächste Deckung aufzusuchen.

Mein Rat: Stecken Sie Ihren Kopf zwischen die Knie und schützen Sie Ihren Hals mit Ihren Armen.

Was genau würde passieren, wenn in Deutschland Krieg herrscht? Dieses Video zeigt ein erschreckendes Bild auf:

Verdunklung II:

Nicht nur wegen drohenden Luftangriffen, sondern auch, um keine Fremden oder marodierenden Soldaten anzulocken, sollten Sie Ihre Fenster mit Alufolie und Papier verdunkeln.

Mein Rat: Machen Sie kein Feuer und kein Licht im Freien, das verrät Ihren Aufenthaltsort. Dies gilt auch für die Zeit nach dem Krieg, und zwar solange die Gefahr von Plünderungen besteht.

Verhalten nach dem Angriff:

Bleiben Sie auch nach der Entwarnung noch eine Weile in Deckung. Achten Sie auf Gasgeruch, denn zerstörte Gasleitungen können explodieren.

Sollte Ihr Haus zerstört sein, bauen Sie sich eine Notunterkunft, denn das Haus könnte einstürzen.

Vorbereitung auf eine Besatzung

Nach oder während eines Krieges können Soldaten der siegreichen Seite als Besatzer eingesetzt werden.

Verstecken Sie wichtige Dinge:

Reizen Sie die Besatzer oder marodierenden Truppennicht! Verstecken Sie alle Waffen und Werkzeuge.

Denken Sie auch daran: Vernichten oder verstecken Sie Ihre Alkoholvorräte. So können Sie zumindest verhindern, dass die Soldaten sich betrinken und noch unberechenbarer werden.

Mädchen und Frauen (Ihre Ehefrau und Töchter) können sich ebenfalls verstecken oder in nahe gelegene Wälderfliehen, um eventuellen Vergewaltigungen zu entgehen.

Krise überleben: Verhalten während einer Besatzung

Geben Sie sich möglichst kooperativ und provozieren Sie nicht. Schließlich geht es um Ihr Leben!

Flucht und »Fake»-Zerstörung

Wenn Sie sich zur Flucht entschließen, können Sie leider nicht alles mitnehmen: »Verwüsten» Sie deshalb Ihre Wohnräume:

Entleeren Sie Schubladen, werfen Sie Ihr Mobiliar so um, dass es später noch zu gebrauchen ist, und verbergen Sie wichtigere Dinge unter einem Müllberg. So erwecken Sie auch bei Plünderern den Eindruck, als wäre ihnen schon jemand zuvor gekommen.

Mein Rat: Je gründlicher Sie Ihre Wohnung »verwüsten», umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie nach Ihrer Rückkehr noch brauchbare Dinge auf finden.

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