Der Crash oder andere Krisensituationen und Extremfälle schlagen zu, wenn Sie diese am wenigsten erwarten. Menschen reagieren unterschiedlich bei Katastrophen wie Tornados oder wenn sie in Lebensgefahr sind. Strategien zum »mentalen Überleben« sind deshalb sehr wichtig, damit Sie diese Notsituationen gut meistern können.

Krisen bewältigen: Die richtige Vorbereitung macht‘s

Zuerst kommt der »Geist«. Das gilt vor allem auch für Notsituationen und Fälle, in denen Ihr Leben in Gefahr ist. Dabei ist es gleichgültig ob es um Ihr physisches, soziales oder finanzielles Überleben geht. Der Schock muss erst einmal verdaut werden. Für die Vorbereitung auf solche Szenarien gilt grundsätzlich:

● Suchen Sie bereits vor diesen Situationen nach Plätzen in Ihrer Nähe, die für Sie und Ihre Familie eine sichere Zuflucht bieten könnten.

● Halten Sie die wichtigsten Notrufnummern immer bei sich. Eine Notruf-App kann hier helfen

● Dasselbe gilt auch für die Kontaktdaten von Verwandten, Freunden oder anderen Menschen, die Ihnen im Notfall helfen könnten.

● Halten Sie Ihre Notfall-Dokumenten-Mappe bereit

● Halten Sie Ihre Krisen-Kleidung bereit

● Packen Sie Ihren Fluchtrucksack

So üben Sie eine »situationsbedingte Aufmerksamkeit«

Doch genauso wichtig wie physische Vorbereitungen sind auch die mentalen Überlebensstrategien, die »situationsbezogene Aufmerksamkeit« genannt wird:

● Verbannen Sie Krisen, Katastrophen und Schicksalsschläge nicht ins Reich der Fantasie, sondern akzeptieren Sie, dass diese jederzeit auftreten können.

●  Stellen Sie sich auf widrige Umstände ein, auch wenn Ihr Umfeld Sie dafür verurteilt.

●  Hören Sie nicht auf andere Leute, die nur die Gutmenschen-Predigten von Politikern, nach dem Motto »Alles ist gut« wiederholen.

●  Stellen Sie sich auf den schlimmstmöglichen Fall ein.

●  Spielen Sie Extremsituationen gedanklich durch.

●  Überlegen Sie, wie Sie reagieren würden.

●  Suchen Sie nach Lösungen für jede Situation.

●  Krisen bewältigen: Seien Sie sich jeden Augenblick bewusst darüber, wo Sie sich bewegen.

●  Beobachten Sie Ihr Umfeld. Während andere in Schockstarre und Unglauben verharren, können Sie Gefahren vorhersehen und sind darauf vorbereitet.

Coach Thomas Schlechter gibt Ihnen im folgenden Video wertvolle Tipps zum »mentalen« Überleben:

Ihre »mentale Überlebensstrategie«

Ich weiß, es ist nicht leicht, sich in eine Extremsituation hineinzudenken oder mit ihr zu leben, wenn sie einmal aufgetreten ist. Doch diese Tipps sollten Sie sich zu Herzen nehmen, um besser damit umgehen zu können:

●  Akzeptieren Sie die Unausweichlichkeit der Situation.

●  Vergessen Sie Ihren natürlichen Wunsch nach Normalität, denn diese wird es vielleicht längere Zeit nicht mehr geben.

●  Vermeiden Sie Frustrationen, denn diese führen zu ängstlichem, irrationalem und unvorsichtigem Verhalten.

●  Glauben Sie an sich!

●  Entwickeln Sie Ihren eigenen »Überlebenswillen«!

●  Geben Sie niemals auf!

●  Glauben Sie fest daran, jede Situation meistern zu können!

●  Denken Sie positiv und verlieren Sie niemals die Hoffnung!

Mein Rat: Bleiben Sie jederzeit optimistisch. Lassen Sie die Hoffnung unter keinen Umständen gehen, denn das wäre das Ende in einer Extremsituation. Denken Sie dabei auch an Ihre Familie, Freunde oder Verwandte, die Hilfe benötigen.

● Beobachten Sie und schätzen Sie Ihre Lage richtig ein, bevor Sie handeln.

● Analysieren Sie das Problem zuerst und entwickeln daraus Lösungen.

● Überlegen Sie Maßnahmen zur Bewältigung der Situation.

● Handeln Sie nicht vorschnell oder völlig überhastet.

Mein Rat: Halten Sie sich zurück, bis der richtige Moment kommt. In der Psychologie nennt man dieses Verhalten »aktive Passivität«. Das beschreibt das Wissen, den richtigen Zeitpunkt zu erwischen und solange warten zu können. Auch Nicht-Handeln ist eine Aktivität. Es kann Ihnen, je nach Situation, ebenfalls das Leben retten.

● Verschwenden Sie Ihre Kräfte und Ihre Ressourcen nicht mit sinnlosen Aktionen oder Nebensächlichkeiten.

●  Werden Sie nur dann aktiv, wenn es Ihnen einen Nutzen bringt.

●  Aber Vorsicht: Teilen Sie Ihre Kräfte gut ein.

●  Bleiben Sie ruhig, wenn Ihnen die Kontrolle über die Situation zu entgleiten droht.

●  Improvisieren Sie, wenn es nötig ist.

●  Seien Sie flexibel.

●  Stellen Sie sich auf die neuen Begebenheiten ein.

Anderen Menschen »mental« helfen

Vergessen Sie nicht, auch Anderen »mental« beizustehen. Natürlich nur, wenn Sie dazu auch in der Lage sind. Hier ein paar Tipps dazu:

●  Ein einfacher Blickkontakt, leichte Berührungen oder Worte der Ermutigung und des Trostes können vielbewirken.

●  Dadurch bauen Sie nicht nur Aggressionen ab, sondern reduzieren auch Ängste.

●  Zudem schafft dieses Verhalten Vertrauen und stärkt das »Wir-Gefühl« der Gemeinschaft.

Mein Rat: Sie sollten übertriebenes Mitleid vermeiden, denn dadurch kommen viele Betroffene aus ihrer Opferrolle nicht mehr heraus. Mitleid kann zudem die eigene Hilflosigkeit oder Unfähigkeit verstärken.

● Wenn es die Situation erlaubt: Sie können den Gemütszustand der Gruppe zudem stärken, wenn Sie diese für einfache und nützliche Handlungen oder Arbeiten einspannen. Aber überfordern Sie die Mitglieder nicht.

● In vielen Beispielen hat sich gezeigt, dass durch diese Selbstbestätigung das Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein sowie den Gemütszustand der anderen steigt, weil sie abgelenkt sind und etwas Nützliches tun.

Noch ein Wort zum Schluss: In einer Krise oder in lebensgefährlichen Situationen werden Sie Fähigkeiten an Ihnen entdecken, von deren Existenz Sie vorher keine Ahnung hatten.

Machen Sie es sich immer und immer wieder bewusst: Mit Ihrem natürlichen Überlebensinstinkt, Ihren physischen Kräften, Ihrer Energie und den hier beschriebenen »mentalen Überlebensstrategien« können Sie mit jeder Notsituation, jeder Katastrophe und jedem Schicksalsschlag richtig umgehen: »Probleme« sind nichts anderes als »Proben«, die Sie im Leben meistern!


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