Liebe Leser, 

jüngst haben wir uns ja – siehe hier – mit der Thematik der lokalen Krisenvorbereitungsnetzwerke vor Ort befasst. In Sachen Krisenvorsorge sind diese wahrlich mit Geld nicht zu bezahlen. Spannend ist in dem Kontext auch die Frage, ob die Mehrheit der Bevölkerung ähnlich denkt bzw. präpariert ist. Das ist wahrlich eine extrem wichtige Frage. Krisenvorsorge 2019: Wie ernst nehmen Deutsche mögliche Gefahren?

Großteil der Bevölkerung schlecht auf Ausfälle vorbereitet 

Bei unserer Recherche sind wir in dem Kontext auf eine extrem interessante Befragung gestoßen. Jüngst war es die Universität der Vereinten Nationen, die in der Sache mehr als 1.100 Personen in Köln und im Rhein-Erft-Kreis befragte. Konkret ging es bei der Studie um die Frage, ob und wie die Menschen vor Ort auf potentielle Ausfälle der Strom- und Wasserversorgung vorbereitet sind. Bei der Umfrage kam heraus, dass ein großer Teil der befragten Bevölkerung nicht wirklich gut auf mögliche Ausfälle vorbereitet ist. Anders gesagt, es ist also großer Nachholbedarf in Sachen Krisenvorsorge vorhanden. Es besteht also großer Bedarf, die eigenverantwortliche individuelle Vorbereitung zu fördern. Frau Dr. Sandholz vom Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen brachte das Fazit der Studie wunderbar wie folgt auf den Punkt: 

„Unsere Haushaltsbefragung hat ergeben, dass vor allem im städtischen Raum weniger Vorräte zu Hause gelagert werden. Bei einem längeren Ausfall von Strom und Wasser wäre die Bevölkerung schnell auf Hilfe von außen angewiesen, was Rettungsdienste in der Krisensituation zusätzlich belasten würde.“ 

Dieses fehlende Bewusstsein gegenüber Infrastrukturausfällen bei großen Teilen der Bevölkerung resultiere aus der hohen Versorgungssicherheit, die in Deutschland ja noch vorzufinden sei. 

Krisenvorsorge 2019
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Krisenvorsorge 2019: Was Sie tun sollten

Ja, wir können an der Stelle nur an jeden Leser appellieren, möglichst viele Mitmenschen mit Blick auf die Krisenvorbereitung zu sensibilisieren. Nehmen Sie die Krisenvorsorge 2019 ernst! Zugegeben, oftmals ist das kaum möglich. Bei manchen Mitmenschen kommt man insofern nicht wirklich gut an und man wird dann sofort als Spinner ins Abseits gestellt. Das ist leider so. Wie auch immer, je mehr Menschen auch nur halbwegs vorbereitet sind, umso besser für alle. 

Wir können leider den Wind, den zugegeben rauen Krisenwind nicht ändern. ABER – wir sollten zumindest alles tun, was möglich und nötig ist, um den zu erwartenden Schaden möglichst zu minimieren. Alles andere wäre wahrlich suizidal. 

Abschließend sei nochmals auf unsere ausführlichen Texte zur Vorbereitung auf einen Strom– und Wasserausfall hingewiesen.

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