Beiträge, Fachartikel und gar Bücher über die optimale Vorbereitung auf Notfälle und Krisen gibt es viele. Und ja, dieser Beitrag ist einer von Vielen. “Schon wieder so ein Artikel der mir sagt, was ich alles unbedingt brauche?” Nun, nicht einfach irgendein Artikel. Kurz und knapp soll es um 30 Dinge gehen, die Sie zur Krisenvorsorge wirklich benötigen. Womöglich kennen Sie viele der unten aufgeführten Dinge bereits, aber es besteht eine gute Chance, dass Sie an manche dieser Dinge noch nie gedacht haben!

Folgendes Szenario: Wir müssen beispielsweise aufgrund einer Naturkatastrophe in der Natur überleben. Was brauchen wir? Wasserfeste Streichhölzer oder Feuerzeuge, ein Zelt, Schlafsack, Wasser, Nahrung, usw. Das kennen Sie ja alles schon. Aber wie steht es um Windeln für Babys? Und nein, die Rede ist nicht unbedingt vom Wickeln Ihres Nachwuchses. Oder Alufolie. Auch die kann in Krisenzeiten sehr nützlich sein. Haben Sie jemals an ein Kräuterbuch gedacht? Nein? Wozu auch, Sie wollen schließlich im Krisenfall keinen Garten bepflanzen.

Krisenvorsorge: Checkliste

Nun, alles bisher genannte mit entsprechender Erklärung finden Sie nachfolgend in der Liste der 30 Dinge, die Sie zur Krisenvorsorge wirklich benötigen (alphabetisch geordnet):

  • Alufolie: in jedem Haushalt zu finden. Mit Alufolie lassen sich nicht nur Lebensmittel einwickeln oder Salatschüsseln abdecken. Sie eignet sich auch zur Reparatur von verschiedenen Dingen, als Abdichtung, zur Nahrungszubereitung, um Hitze oder Licht zu reflektieren, uvm. Mit einer entsprechenden Schale lässt sich so sogar ein sog. Solarofen bauen!
  • Babywindeln: selbst dann, wenn Sie keine Kinder haben. Für Eltern mit Kleinkindern sind diese ohnehin wichtig, besser sind hier aber Stoffwindeln. Denn diese sich waschbar und daher wiederverwendbar. Die Wegwerfwindeln sind aber auch nicht unnütz, selbst ohne Kind/-er. Windeln speichern Wasser, das ist Gärtnern schon lange bekannt! Und was Wasser speichert, kann dieses auch wieder abgeben. So können Wegwerfwindeln bspw. als Bewässerung für Pflanzen genommen werden oder auch um Regenwasser aufzufangen.
  • Brennholz: denn a) dauert es in Krisenzeiten zu lange einen Baum zu fällen und b) brennt Frischholz bekanntlich schlecht. Am besten sammeln Sie Holz und lagern es trocken über zumindest einige Monate oder gar Jahre. Und lagern Sie kleine Holzscheite, denn die dicken Scheite zum Brennen zu bekommen ist im Krisenfall schwer.
  • Damenhygieneartikel: ja, das ist wirklich wichtig. Denn für gewisse Dinge gibt es einfach keinen schnellen Ersatz. Nesselstofftücher kommen noch am ehesten in Frage, allerdings sind diese nur schwer zu bekommen in Krisenzeiten.
  • Dosenöffner: und zwar die guten, altbekannten, handbetriebenen Modelle. Dosenöffner können dabei nicht nur Dosen öffnen, sondern auch wunderbar ein Loch in Blech- oder Plastikbehälter machen.
  • Etwas um die Notdurft zu verrichten: in Krisenfällen kann es zum Ausfall der Wasserversorgung kommen. Und eine Camping-Toilette hat nicht jeder. Kalklöcher oder -gruben schaffen hier Abhilfe. Alles was gebraucht wird ist ein Spaten und natürlich Kalk.
  • Etwas um Feuer zu löschen: und bestenfalls nicht das wertvolle Wasser.
  • Fahrräder: ganz ehrlich, Ihr Auto wird nicht ewig fahren. Selbst dann nicht, wenn Sie ein Elektroauto besitzen. Und ein Fahrrad erleichtert das zurücklegen weiterer Strecken doch deutlich (vor allem mit Last!).
  • Gartenwerkzeug: handlich und bestenfalls multifunktionell.
  • Gutes Schuhwerk: am besten Wanderstiefel. Je nach Jahreszeit gefüttert. In Krisenzeiten werden wir wieder zu Nomaden, denn die Ressourcen an einer einzigen Stelle werden nicht ewig halten.
  • Hygieneartikel zur Körperpflege: auch wenn in Krisenzeiten die eigene Hygiene durchaus und zwangsläufig leiden muss, Seife, Duschmittel und Zahnpasta sollten dennoch nicht fehlen. Desinfektionsmittel nicht vergessen!
  • Klebeband: bestenfalls Panzerklebeband. Selbsterklärend und universell einsetzbar.
  • Küchengeräte: und zwar die handbetriebenen Modelle. Kartoffel und Saftpressen, Kornmühlen, etc.
  • Kräuterbuch: ja, das gute Kräuterbuch. Nicht für den Eigenanbau gedacht, aber um zu wissen welche Wildkräuter essbar sind.
  • Licht: zuhause können wir einfach das Licht anschalten. Schweirig in der Natur naxch Einbruch der Dunkelheit. Taschenlampen oder Petroleumlampen sind schön und gut, aber benötigen entweder Batterien oder Lampenöl und Dochte. Solarlampen brauchen nichts davon und machen genauso hell!

Folgendes Video zeigt Ihnen Möglichkeiten Licht zu generieren:

  • Medizinische Artikel: Outdoor-Kits zur ersten Hilfe hauptsächlich. Steriles Nähzeug nicht vergessen!
  • Müllbeutel: nicht nur zur Aufbewahrung und zum Transport von Gütern, aber auch um Müll zu lagern. In Krisenzeiten sollte Müll keinesfalls offen liegen gelassen werden, da die dadurch entstehenden Hygienepropbleme richtig gefährlich werden können.
  • Nähzeug: ebenfalls selbsterklärend. Sie haben schließlich keinen Kleiderschrank dabei mit sich. Sicherheitsnadeln und gute Scheren zählen hier dazu.
  • Saatgut: Sie wollen zwar keinen Garten eröffnen, aber um Gemüse, Kräuter und Salate anzupflanzen eignet sich gutes Saatgut nun mal am besten. Vor allem falls längere Zeiten ohne Strom- und Wasserversorgung abzusehen sind, ist der Eigenanbau von Nahrung immer noch das beste Mittel um das längerfristige Überleben sicherzustellen.
  • Schädlingsbekämpfungsmittel: nicht nur um die lästigen Insekten loszuwerden, sondern vor allem um wertvolle Vorräte zu schützen. Mausefallen sind ebenfalls empfehlenswert.
  • Schnur und Kordeln: selbsterklärend. Universell einsetzbar und es gibt immer etwas zu befestigen.
  • Streichhölzer und Feuerzeuge: wasserdichte Streichhölzer oder – bestenfalls – Sturmfeuerzeuge plus entsprechendes Feuerzeuggas bzw. -benzin. Um Feuer zu entfachen gibt es natürlich viele Möglichkeiten, aber Streichhölzer und Feuerzeuge nehmen noch immer am wenigsten Platz weg (und wiegen nicht viel).
  • Wasserbehälter: toll einen Wasserfilter zu haben, um sauberes Trinkwasser zu produzieren. Doch wo lagern Sie das Wasser? Wasserdichte Wasserflaschen oder sog. Wassertascheneignen sich hierfür am besten.
  • Wasserfilter: dringend benötigt. Wasser abkochen geht freilich auch, aber bestimmte Bakterien und Verschmutzungen bekommen Sie damit nicht weg. Die meisten professionellen Wasserfiltervernichten dagegen 99,9 Prozent aller Bakterien und befreien das flüssige Gut von Verschmutzungen.
  • Warme Kleidung: in Krisenzeiten zu überleben bedeutet vorwiegend Ressourcenmanagement. Das bedeutet mit wertvollen Ressourcen sparsam umzugehen. Thermo- und Wollkleidung hält warm und kann Feuerholz sparen! Zudem schützt warme Kleidung am besten vor Krankheiten.
  • Werkzeug: und zugehöriges Zubehör wie z.B. Nägel, Schrauben und Winkel. Sie brauchen keinen ganzen Werkzeugkoffer, aber eine Mini-Axt, Schraubendreher, eine Säge (oder ein Taktikmesser) sind schon notwendig. Ein Messer ist ohnehin wichtig, also vergessen Sie keinesfalls den Messerschärfer!
  • Wetterfester Unterschlupf: Tarp oder Zelt, Isomatte, Schlafsack, Wärmedecke.
  • Wichtige Medikamente: dazu gehören natürlich dauerhaft einzunehmende Medikamente, als auch Antibiotika, Entzündungshemmer, Schmerzmittel und Wund- und Heilsalbe. Für Brillenträger ist eine Ersatzbrille anzuraten.

Es ist klar, dass Sie in Krisenzeiten womöglich nicht alle diese Dinge transportieren können oder wollen. Eine gewisse Selektion nach persönlichem Bedarf ist daher normal. Allerdings empfinden wir diese 30 Dinge als durchaus wichtig in Krisenzeiten. Daher sollten Sie bestenfalls noch heute mit dem Beschaffen und lagern dieser Materialien anfangen. Denn nur wer vorbereitet ist wird imstande sein in der Not optimal zu handeln.

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