Liebe Leser, wie gestern be- und versprochen wollen wir uns heute weiter mit der Sorge der Verantwortlichen in der Schweiz vor einer Verknappung der Lebensmittel beschäftigen. Das war einem Artikel der Aargauer Zeitung zufolge ja tatsächlich auf der Agenda des Corona-Krisenstabs. Lebensmittelknappheit 2020: Sogar eine Arbeitsgruppe wurde eingesetzt, die sich mit diesem heiklen wie sensiblem Thema beschäftigte. 

Sofortmaßnahmen im Blick 

Sehr spannend ist da der Blick auf die empfohlenen Maßnahmen, die für den Fall der Fälle im Raum standen. Zuerst würden Pflichtlager freigegeben werden. Ferner würden Unternehmen, die lebenswichtige Waren herstellen, verpflichtet, Vorräte anzulegen. Diese werden in einer Mangellage vom Bund freigegeben. 

Das sei in den vergangenen Jahren bereits mehrmals der Fall gewesen, als Frachtschiffe die Schweiz wegen Niedrigwasser auf dem Rhein längere Zeit nicht beliefern konnten. In den diversen Depots lagern folglich zum Beispiel 35.500 Tonnen Speiseöle und -fette und 16.400 Tonnen Reis. Immerhin könnte damit der Bedarf von vier Monaten decken würden. In der Coronakrise wurden die Pflichtlager bisher nicht benötigt. 

Lebensmittelknappheit 2020
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„Kreative“ Maßnahmen im Visier 

Ferner sind die Schweizer auch relativ kreativ geworden. So wurden die Deklarationsregeln gelockert. Zum Beispiel durfte normales Salz in Meersalz-Packungen verkauft werden, wenn das Original ausgegangen ist. Zudem wurde das Nacht- und Sonntagsfahrverbot für Lastwagen aufgehoben. Auch weitere Bestimmungen könnten gemäss dem Bericht gelockert werden, zum Beispiel zur Einfuhr von Genfood. 

Lebensmittelknappheit 2020: Rationierung nicht ausgeschlossen 

Wenn Grundnahrungsmittel ausgehen würden, wäre gemäss dem Bericht eine Rationierung der nächste Schritt. Rationierte Waren könnten nur noch gegen Abgabe einer Bezugsberechtigung gekauft werden. Im Unterschied zum Zweiten Weltkrieg würde man nicht mehr mit einem Märklisystem arbeiten, sondern eine App-Lösung entwickeln. So, und nun kommen wir schließlich zur Liste der möglicherweise rationierten Artikel. Das wären in der Schweiz 

Tiefkühlobst, haltbare Milchprodukte, Eier, Öle und Fette, Grundnahrungsmittel, haltbare Brotartikel, Konserven, haltbare Fertiggerichte, Saucen, Baby- und Hygieneartikel sowie Reinigungsmittel. 

Unter dem Strich kann man klar sagen: pflegen Sie Ihre Vorräte! Das ist alternativlos!

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