Liebe Leser,

wir haben hier ja jüngst über das Probewarntag-Desaster berichtet. Wir haben hier exklusiv berichtet, dass es insofern wohl sogar eine Sondersitzung im Innenausschuss des Deutschen Bundestags geben wird.

Chef muss gehen

Das Desaster zeitigt nun wohl auch personelle Konsequenzen. Der Chef des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) soll nach Informationen des RBB entlassen werden. Die Demission des Behördenleiters sei nach Informationen des rbb-Inforadios von Bundesinnenminister Horst Seehofer höchstpersönlich entschieden worden. Beim Warntag hatte es ja technische Probleme gegeben; eigentlich sollten im ganzen Land am offiziellen Warntag Sirenen und andere Warnsysteme ausgelöst werden. Unter anderem sollte die Probewarnung über Radio und Fernsehen sowie über Warnapps wie die Anwendung Nina erfolgen.

Die amtliche Warnung des BBK und der Probealarm auf den Warnapps folgten jedoch erst eine halbe Stunde später. Der Bundesinnenminister hatte daraufhin erklärt, die Konsequenzen aus dem verspätet verbreiteten Probealarm zur Chefsache zu machen. Herr Seehofer merkte an, dass davon ausgegangen werden könne, dass sich in jeder Richtung Grundsätzliches ändern werde.

Nachfolger steht wohl fest

Und nun schon wohl schon der Nachfolger von Herrn Unger fest. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Armin Schuster soll offenbar neuer Präsident des BBK werden. Die ARD berichtete, dass der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages und Obmann der CDU/CSU-Bundestagsfraktion im Innenausschuss wohl neuer Behördenleiter werden solle. Das BBK sitzt in Bonn und ist dem Bundesinnenministerium unterstellt. Es hat knapp 400 Beschäftigte und besteht seit Mai 2004.

Ja, an der Stelle können wir dem Chef dieser eminent wichtigen Behörde nur alles Gute wünschen.

Herr Schuster, kümmern Sie sich darum, dass wir zumindest vernünftig und zeitnah gewarnt werden können!