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2. Dezember 2019Beitrag von David

Neue Wirtschaftskrise? Hilferuf aus Baden-Württemberg

Liebe Leser, 

wir sind ja für die deutsche Konjunktur für die kommenden Jahre sehr pessimistsch gestimmt. Das haben wir ja schon mehrfach hier erwähnt, wie zum Beispiel hier. Eine neue Neue Wirtschaftskrise ist wahrscheinlich. 

Neue Wirtschaftskrise: Hilferuf aus Baden-Württemberg 

Obwohl ja massenmedial angesichts eines vom Statistischen Bundesamt verkündeten Mini-Bip-Wachstums von gerade einmal 0,1 Prozent eine Rezession gerade noch – zumindest amtlich – abgewendet wurde, sind die weiteren Perspektiven für die deutsche Wirtschaft alles andere als prickelnd. Sehr spannend in dem Kontext ist, dass jüngst ein Hilferuf der „besonderen Art“ aus Stuttgart nach Berlin übermittelt wurde. 

Die Arbeitgeber (VDMA und Arbeitgeberverband Südwestmetall) und Gewerkschaften (IG Metall) in Baden-Württemberg sandten in ungewohnter Eintracht einen Brief an den Bundesarbeitsminister, Herrn Heil. Der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die Wirtschaftsministerin des Bundeslandes den Hilferuf auf den Weg gebracht haben soll. Der Inhalt hat es wahrlich in sich und zeigt, wie groß die Krise, ja Not in vielen Betrieben im einstigen Musterländle jetzt schon ist. 

Also, übereinstimmenden Berichten zufolge fordern sowohl Arbeitgeber wie auch Gewerkschaften von den Verantwortlichen in Berlin, dass die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes schlicht verdoppelt werden soll. Und zwar von derzeit einem Jahr auf dann zwei Jahre. Gleichzeitig wird gefordert, dass inskünftig Kurzarbeitergeld auch schneller und einfacher ausgezahlt werden solle. 

Neue Wirtschaftskrise
photo credit: unsplash.com

Und dann kommt der alles entscheidende Satz: 

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Die Lage bei den Aufträgen in der Industrie in Baden-Württemberg zeige keine kurzfristige Erholung der Lage. 

Ja, die Botschaft ist wahrlich dramatisch. Sowohl Arbeitgeber wie auch Gewerkschaften rechnen nicht mit einer Verbesserung. Im Gegenteil. 

Neue Wirtschaftskrise: Was bedeutet das für uns?

Die Tarifpartner stellen sich allen Anschein nach auf schwere Zeiten ein. Das ist aus unserer Sicht auch absolut angebracht und richtig. Und wir sind uns auch sehr sicher, dass der Bundesarbeitsminister die Forderungen aus dem „Ländlie“ schnellstmöglich und vollumfänglich im Rahmen einer Gesetzesiniative erfüllen wird. Ansonsten könnte es schon so sein, dass im Verlauf des kommenden Krisenjahres 2020 Massenentlassungen auf der agenda stehen. Daran kann selbst die Politik in Berlin nicht interessiert sein. 

Wie auch immer, die entscheidende Botschaft daraus ist und bleibt: die konjunkturelle Lage bleibt auf unabsehbare Zeit prekär. 

Uns würde es nicht wundern, wenn die Bezugsdauer von Kurzabeitergeld demnächst dann von zwei auf fünf Jahre erhöht wird. Herr Denner, der Chef von Bosch, rechnete ja jüngst mit einer Dauer-Malaise bis ins Jahr 2025. 

Stellen wir uns also schon jetzt darauf ein!

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