Liebe Leser,

in der letzten Ausgabe haben wir mehrmals darauf hingewiesen, dass es im Falle einer atomaren Katastrophe extrem wichtig ist, ständig via Radio informiert zu bleiben. Es geht ja hier nicht nur um die behördlich verordnete Einnahme von Jodtabletten. Es stehen auch möglicherweise Evakuierungen auf der Tagesordnung.

Radioaktive Lebensmittel: Weitere wichtige Verhaltenshinweise

Wie ebenfalls jüngst erwähnt, ist es ratsam, am Tag X dauerhaft im Gebäude zu bleiben. Ferner sollte alles, was aus dem Freien kommt, absolut gemieden werden. Radioaktive Lebensmittel sind wahrscheinlich. Obst und Gemüse sollte daher auf keinen Fall aus dem Garten geholt werden. Radioaktive Stoffe aus der Luft setzen sich auf Oberflächen ab, darum darf man nichts essen, was draußen gewachsen ist.

Selbst bei Milch bzw. Milchprodukten gilt es höchst vorsichtig zu agieren. Milch von Kühen, die auf der Weide gehalten werden, könnte radioaktiv verstrahlt sein. Sind Tiefkühlprodukte ebenfalls radioaktive Lebensmittel? Nein. Keine Gefahr geht tiefgefrorenen Produkten und Konserven aus. Und zwar für den Fall, dass sie vor dem Unglück produziert wurden.

Auch importiertes Obst und Gemüse ist in der Regel sicher, sofern die Waren Tausende Kilometer entfernt vom Unglücksort produziert wurden.

Mit Blick auf die Wasserversorgung ist es zumindest in Deutschland so, dass selbiges vorwiegend aus Grundwasser gewonnen wird. Hizu kommen hier ständige Kontrollen. Bei radioaktiver Belastung würde sofort die Einspeisung ins Netz unterbunden werden. Allein aus diesem Grund kann an der Stelle nicht oft genug auf den Wasservorrat hingewiesen werden. Der ist unverzichtbar.

Unter dem Strich ist der Notvorrat gerade auch für den Fall einer atomaren Katastrophe überlebenswichtig. Selbst erfahrene Strahlenbiologen raten jedem, einen solchen Vorrat ständig vorzuhalten.

Was, wenn die Vorräte ausgehen?

Last but not least stellt sich dann auch die Frage, wenn nach einer atomaren Katastrophe die Vorräte zu Hause langsam schwinden bzw. leider doch nicht wirklich da sind. Dann stellt sich die Frage, wer aus der Familie zuerst ins Freie sollte, um für Nachschub zu sorgen.

Normalerweise würde man jetzt sagen, dass die jüngeren Familienmitglieder jetzt „ran“ müssen. Dem ist aber nicht so. Strahlenexperten raten dazu, ältere Familienmitglieder loszuschicken. Ältere Menschen würden nämlich nicht ganz so empfindlich auf eine Strahlenbelastung wie Jüngere und vor allem Kinder reagieren. Wer hätte das gewußt?

Wir werden uns in Zukunft weiter intensiv um die Thematik kümmern. Versprochen. Und Sie sollten sich spätestens jetzt um Ihren Notvorrat kümmern.

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