11. April 2021Beitrag von Emilia Hartmann

Richtig und nutzvoll gärtnern: Schädlinge bekämpfen

Der schönste oder theoretisch ertragsreichste Garten wird nichts nutzen, wenn Sie Schädlinge haben. Schädlinge sind kein Horrorbegriff aus der Pharmabranche, sondern sind einfach die natürlichen Feinde Ihrer Pflanzen.

Pilze: Ertrag reduziert sich

Ein bedeutender Aspekt ist die Vermeidung von Pilzbefall. So können Kraut- und Knollenfäule die Erträge eines anstrengenden Jahres massiv reduzieren. Dies ist nicht nur ärgerlich, sondern in Krisenzeiten sogar existenzbedrohend.

Pilze können Sie nicht ganz bekämpfen, deren Auswirkungen aber zumindest reduzieren. Dafür benötigen Sie Kupferkalkbrühe sowie Kupfersodabrühe.

Kupferkalkbrühe können Sie selbst herstellen.

o Kaufen Sie 250 Gramm Kupfersulfat.

o Das Sulfat geben Sie in 25 Liter Wasser, wo es zu einem Brei werden soll.

o Kaufen Sie zudem 150 Gramm Ätzkalk oder stellen Sie selbst Ätzkalk her (brennen). Aus diesem Ätzkalk und aus etwas Wasser vermischen Sie einen Brei.

o Den Brei reiben Sie durch ein Sieb in die Kupfersulfatbrühe.

o Tauchen Sie einen Silberlöffel in das Gefäß. Zeigt sich ein Kupferfilm auf dem Löffel, fügen Sie noch etwas mehr Ätzkalkbrei in das Gefäß. Wiederholen Sie den Test anschließend.

o Die selbst hergestellte Brühe können Sie als Dünger für Ihre Kartoffeln verwenden.

Oft wird die Frage gestellt, ob Kupfer im Garten oder gerade im Nutzgarten nicht zu gesundheitsschädlich ist. Dies dürfte nicht passieren. Zum einen benötigen Pflanzen wie auch Gewässer ohnehin Kupfer. Zum anderen wird es sogar in der Biolandwirtschaft verwendet. Wer es in geringen Dosen einbringt, wird damit zumindest bezogen auf die Umwelt und auch auf die eigenen Gesundheit keinen immensen Schaden auslösen können.

Eine Alternative für die Selbsterzeugung: Sie können die Brühe auch in Gartenmärkten erwerben.

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