Liebe Leser,

langsam aber sicher ist der Sommer vorbei. Der Herbst und damit auch die Heizsaison. Auch in Corona-Zeiten. Viele von uns heizen ja immer noch mit Gas. Und hier wird der eine oder andere auch die Heizung für den Winter fit machen.

Plötzlicher Gasaustritt

Hoffentlich, ja hoffentlich stellen Sie in dem Kontext nicht fest, dass es plötzlich im Heizungskeller oder draußen auf dem Hof nach faulen Eiern stinkt. Denn dann ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass irgendwo ein Gasleck ist.

Grundsätzlich ist Erdgas farblos, ungiftig und von Natur aus geruchlos. Es wird jedoch ein Stoff beigemischt (Odorierung), der dem Erdgas einen auffälligen Warngeruch verleiht – ähnlich dem Geruch fauler Eier.
Dadurch werden schon geringste Undichtheiten von Gasinstallationen wahrgenommen – lange bevor die untere Zündgrenze erreicht wird.

Ferner ist Erdgas leichter als Luft und besteht überwiegend aus Methan und geringen Anteilen höherer Kohlenwasserstoffe. Der Zündbereich liegt zwischen 4 und 16 Vol.-% im Gemisch mit Luft, die Zündtemperatur bei etwa 600° C.

Was tun?

Also, damit kommen wir zur Frage, was unbedingt jetzt zu tun ist. Zuvorderst sollten Sie sofort die Feuerwehr und ihr Gasversorgungsunternehmen umgehend verständigen. Hier sollten Sie Ihren Notfall-Telefon-Nr.-Zettel parat haben! Sicher ist sicher – auch in dem Fall. Am besten ist es, wenn sie sich diese Nr. in ihrem Handy als Kontakt speichern. Denn oftmals ist es dann auch so, dass der Notfallzettel just in dem Moment nicht auffindbar ist. Haben wir alles schon selbst „live“ erlebt.

Was man im Fall des Gaslecks nun konkret selbst tun soll oder nicht, richtet sich danach, wo das Gas ausgetreten ist. Insofern ergeben sich vier mögliche Varianten. Und zwar geht es um die Frage, ob das im Freien austritt oder im Gebäude. Und dann stellt sich in beiden Fällen ja auch noch die Frage, ob es zu einem Brand gekommen ist oder nicht.