Für Ihre autarke Versorgung ist es wichtig, auch einen »Fleischlieferanten» zu haben, wenn nicht alle in Ihrer Familie Vegetarier. Schweine sind dafür gut geeignet. Doch ihre Haltung will gelernt sein. Hier wichtige Tipps!

Beim Anschaffen von Schweinen sollten Sie zunächst wissen, wie Sie den Gesundheitszustand des oder der Tiere erkennen können. Ein gesundes Schwein sieht so aus:

  • Glänzendes Fell
  • Lebhafter Blick
  • Feuchte Schnauze
  • Ringelschwanz
  • 12 bis 14 Zitzen

Schweine zu halten ist nicht so kompliziert, wie Sie zunächst vielleicht denken, wenn Sie folgende Tipps beherzigen:

Mein Tipp 1:

Zwei Schweine zusammen fühlen sich wohler und sind besser zu mästen.

Achtung: Beginnen Sie keine Zucht an, wenn Sie sich nicht wirklich gut auskennen!

Mein Tipp 2:

Mästen Sie die Ferkel mit Milch sowie Küchen- und Gartenabfällen.

Mein Tipp 3:

Es ist besser, die Tiere im Freien zu halten. Das ist artgerecht und sie werden den überwucherten Teil Ihres Grundstücks von Unkraut befreien.

Schweine halten: Folgendes Video bietet Ihnen eine gute Übersicht über alle wichtigen Infos:

Der richtige Schweinestall

Aber auch Schweine brauchen einen Stall als Schutz vor Wind, Regen und Sonne. Dieser kann beispielsweise aus einer A-förmigen Hütte aus Holz und Wellblechdach bestehen. Wenn Sie in einer besonders kalten Umgebung wohnen, eignet sich besonders ein Stall aus Strohballen mit einer Plastikplane auf der Windseite und mit Stroh entlang den Wänden und auf dem Dach. Als Gehege können Sie einen Elektrozaun aufstellen.

So füttern Sie Ihre Schweine

✓ Schweine sprechen auf Regelmäßigkeit an, deshalb müssen sie zu festgelegten Zeiten gefüttert werden.

✓ Geben Sie ihnen so viel, wie sie in 20 Minuten auf fressen können.

✓ Schweine brauchen viel Wasser, mindestens ein Liter auf 450 Gramm Futter – oder mehr, wenn sie mehr verlangen.

✓ Die Tiere fressen alle Küchenabfälle, die man sonst auf den Kompost gibt.

✓ Die Ferkel brauchen zudem, was sie von alleine finden, zusätzlich drei Mahlzeiten täglich.

✓ Wenn Schweine auf der Weide sind, brauchen Sie nicht mehr so viel Zusatzfutter zu geben.

✓ Bis zur 16. Woche Grundmahlzeiten geben, danach mit dem Mästen beginnen.

✓ Ab der 18. bis 20. Woche können die Schweine so fressen wie die erwachsenen Tiere.

Mein Tipp: Leckerbissen sind Früchte von Wildpflanzen wie Schlehen, Eicheln und Kastanien.

Ein besonderer Ratschlag zum Schluss: Bürsten bzw. Striegeln Sie die Tiere mit einer Waschbürste. Die Schweine lieben das!

Das »Abenteuer Kleintierhaltung» ist für jeden Selbstversorger, der es ernst meint, unabdingbar. Ob Sie sich nun für Hühner, Enten, Gänse, Kaninchen, Schafe, Ziegen, Schweine oder sogar Kühe entscheiden, ist dabei von Ihren individuellen Wünschen abhängig. Aber vor allem muss genügend Platz und Zeit vorhanden sein, um die Tiere artgerecht, mit viel Liebe und Zuneigung zu halten. Das was Sie dann von ihnen zurückerhalten, kann einen sehr großen Teil Ihres täglichen Nahrungsbedarfs abdecken, ohne dass Sie in einem Supermarkt einkaufen müssen, den es dann vielleicht schon gar nicht mehr gibt.

Die Alternative für Vegetarier: Hier verraten wir Ihnen wichtige Informationen zum Gemüseanbau von Bohnen.

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