28. Juni 2021Beitrag von Dieter B.

Seile aus Naturfasern – überlebenswichtig

Ein Überleben in der Natur ohne Seil(e) wird zumindest längerfristig kaum möglich sein. So benötigst Du Seile, wenn Du einen vernünftigen Unterschlupf bauen möchtest und dafür etwa Äste verbindest. Du benötigst Seile, um klettern zu können und damit Höhenmeter zu überwinden. Schließlich kannst Du Seile auch verwenden, um größere Mengen an Material hinter Dir her zu ziehen.
Kurz: Du benötigst mehrere Seile, wenn Du die Kapazitäten dafür hast. Falls Du kein Seil hast, solltest Du dies aus Naturmaterialien herstellen können.

Die Natur schenkt Dir alles

Du kannst die unterschiedlichsten Materialien nutzen, die sich allesamt draußen finden lassen. Dabei solltest Du vor allem jene Materialien verwenden, die aus stabilen Fasern bestehen. Das können etwa sein:

• Wurzeln
• Yucca
• Agave
• Rindenbast
• Und sogar die weniger beliebten Brennnesseln

Seile werden typischerweise „verdrillt“. Das heißt, die einzelnen Fasern werden ineinander gedreht. So sind Seile über Jahrhunderte entstanden, so kannst Du es selbst gleichfalls (nach-)machen. Dabei gehst Du in folgenden Schritten vor:

• Nimm Dein Pflanzenmaterial und zerfasere es – damit hast Du die kleinsten Einheiten vor Dir. Die kleinen Fasern verdrillst (verdrehst) Du ineinander. Die entstehenden sogenannten Litze wiederum nimmst Du und verdrillst sie selbst zu einem Seil.

• Dabei befestigst Du am besten zwei Deiner Faserbänder an einem Ende, sodass Du an ihnen ziehen kannst. Die beiden Faserbänder legst Du nun etwas schräg auseinander. Du drehst beide Faserbänder gegen den Uhrzeigersinn jeweils für sich. Damit wird etwas Spannung erzeugst. Gleichzeitig nimmst Du die so gedrehten Faserbänder und schlägst sie dann übereinander bzw. führst Band 1 zunächst über Band 2 und dann wieder unten durch. Die beiden Spannungen, die entstehen, heben sich gegeneinander auf. So entsteht ein gedrilltes Seil.

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