5. Oktober 2022Beitrag von Emilia Hartmann

Silbermünzen in der Krise: Gute Alternative?

Die Inflation in Deutschland und in der EU nimmt rasch zu. Die Lieferketten sind schon jetzt nicht mehr so stabil wie zuvor. Zudem sind die Zinsen in der Euro-Zone auch Anfang 2022 nicht erhöht worden. Das Risiko, auf diese Weise Vermögen zu verlieren, ist vergleichsweise groß. Silber ist die kleine und günstigere Ausgabe des Goldes. Wer sich eine Ersatzwährung anschaffen möchte, denkt oft an Kryptowährungen oder an Gold. Für beide „Währungen“ gibt es dasselbe Problem: Wenn es zu einer Krisensituation kommt, werden diese „Währungen“ im Fokus des Staates oder der Zentralbanken stehen. Es kann dazu kommen, dass die „Währungen“ verboten werden – oder deren Nutzung auf andere Weise eingeschränkt ist. Um Silbermünzen kümmert sich fast niemand.

Silbermünzen

Das hat einen einfachen Grund: Silbermünzen sind bei weitem nicht so wertvoll und begehrt. Dennoch funktioniert es als Tauschmittel in fast allen erdenklichen Situationen. Es ist nur recht mühevoll und teuer, Silber-Vermögen aufzubauen. Eine besondere Konstruktion hilft Ihnen dabei.

Silber ist ähnlich wie Gold eigentlich schon seit deutlich mehr als einem Jahrhundert als Währung in der Realität anerkannt. Es lässt sich recht gut prüfen, ist weltweit bekannt und anerkannt und langfristig sicher. Insofern können Sie Silber in Krisen durchaus als Währung aufnehmen. Wir haben die wichtigsten Fakten rund um Silber für Sie aufbereitet.

Silbermünzen: Schuldverschreibungen sind die beste Wahl

1.Achten Sie auch auf das Aufgeld. Wie beim Gold allerdings gilt, dass Silber teuer werden kann, wenn Sie ein zu hohes Aufgeld aufbringen müssen. Das Aufgeld umschreibt den Unterschied zwischen An- und Verkaufskursen, die für Sie relevant wären. Achtung: Das Aufgeld beim Silber ist tatsächlich zu hoch, wenn Sie keine Kaufkraft verlieren wollen.

Wenn Sie etwa 10.000 Euro anlegen wollen oder können, bieten sich Münzbarren mit einem Gewicht von 1 KG als günstige Alternative an. Der Preis pro KG liegt allerdings bei gut 805 Euro, während der Marktpreis für Silber sich auf 685,45 Euro beläuft. Sie sehen: Sie zahlen 17,5 % Unterschied zum Marktpreis. Wenn Sie das Silber dann verwenden wollten, müssten Sie es zum Händler bringen, der es einschmelzen wird. Sie verlieren im Zweifel die Differenz zum aktuellen Ankaufpreis. Das Silber ist für Sie zu teuer.

Aktuell sind beispielsweise Münzbarren mit dem Gewicht von 5 KG auch relativ betrachtet noch einmal teurer. Das Aufgeld für diese Einheit liegt auch im günstigsten Fall bei mehr als 18 %. Auch diesen Unterschied werden Sie kaum wieder hereinholen können, wenn Sie verkaufen.

Münzen in verschiedenen Gewichten und Prägungen, auch Gedenkmünzen, haben einen ähnlich hohen Unterschied zwischen Marktpreis und Kaufkosten für Sie.

2. Das spezifische Gewicht von Silbermünzen ist recht gering. Sie benötigen viel Platz, um einen relevanten Wert zu horten. Während eine Unze Gold beispielsweise Anfang 2022 etwa 2.000 Dollar gekostet hat, ist Silber für ungefähr 25 Dollar pro Unze zu kaufen. Wenn Sie also 10.000 Dollar in Silber tauschen wollten, würden Sie 400 Unzen Silber benötigen. Dies sind ungefähr 12 bis 13 Kilogramm. Das hohe Gewicht bringt es mit sich, dass Sie Ihr Vermögen nun in begrenzten Mitteln auf eine Reise, Wanderschaft oder die Flucht mitnehmen können. Zudem ist es im Gepäck oder im Reiserucksack auffällig.

Deshalb sind Silbermünzen keine klassische Fluchtwährung. Sie können es allerdings vorab – ohne Flucht – in der Schweiz lagern. Über Einkaufsgemeinschaften wie goldsilber.org lässt sich Silber kostengünstig in der Schweiz kaufen und dort einlagern. Sie könnten es sich theoretisch ausliefern lassen bzw. auch in Geld wieder eintauschen. Wenn Sie das Silber nicht über die deutsche Grenze bringen, sparen Sie auf diese Weise die sonst fällige Mehrwertsteuer. Zumindest für kleinere Vermögen lohnt sich Silbe in dieser Form auch als Währungsabsicherung in der Krise.

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