Liebe Leser, 

gestern ging es ja hier um die Ängste der Deutschen. Dabei spielte das Thema Stromausfall durch Sonnensturm Auswirkungen bis dato noch keine Rolle. Das könnte sich aber ändern. 

Zwar sind mmer heftigere Naturkatastrophen in unseren Zeiten überall medial auf der agenda. Eine Gefahr, die ihren Ursprung im Weltall hat, haben nur sehr, sehr wenige Zeitgenossen auf der agenda. Komisch, aber wahr. Es handelt sich dabei um Sonnenstürme. 

Sonnensturm Auswirkungen: Was passiert im Kosmos?

Genauer gesagt handelt es sich um Sonneneruptionen, sogenannte Flares bzw. die koronale Messeauswürfe (CME). Dabei wird die Atmosphäre der Erde elektrisch geladenen Teilchen und Röntgenstrahlung „beschossen“. Mehr zum Thema Sonnensturm erfahren Sie in diesem Video:

Für menschliche Organismen ist dieser böse Spuk zwar wegen des Erdmagnetfelds bzw. der Ozonschicht nicht gesundheitsgeährdend, aber: unsere komplette Digital-Infrastruktur kann davon sehr schwer beschädigt werden. Überall dort, wo der Schutz des Ergmagnetfelds gering ist, handelt es sich um ein extrem hohes Schadenspotential. 

Carrington Ereignis vor 160 Jahren 

Vor mehr als 160 Jahren, genauer gesagt vom 28.8. bis 4.9.1859 verursachte das Carrington-Ereignis den bisher größten wissenschaftlich beobachteten Sonnensturm auf der Erde. Das Ereignis wurde nach dem Astronom und Sonnenforscher Richard Carrington benannt. Die ausgestoßene Materie hatte eine Geschwindigkeit von über 2000 km/s. Diese erreichte ca. 17,5 Stunden später die Erde. In der Nacht vom 1. zum 2. September wurde der bisher mächtigste geomagnetische Sturm registriert. Er führte zu Polarlichtern, die selbst in Rom, Havanna und Hawaii beobachtet werden konnten. Und das Carrington-Ereignis verursachte damals auch große Schäden und Verwerfungen am neuen Telegrafienetz. Allen voran in hohen Breitengraden wie in Nordamerka. 

Kurzum, bei einem Sonnensturm können erhebliche Schäden an Satelliten, Raumstationen und auch Überlandleitungen im hohen Norden entstehen. Hier ist der Schutz durch das Erdmagnetfeld nur gering gegeben. 

Am 13. März 1989 ereignete sich der letzte größere geomagnetische Sturm. Allen voran in Kanada, in der Provinz Quebec, waren die Folgen zu spürende, Dort fiel für sechs Millionen Menschen wegen defekter Transformatoren sechs Stunden der Strom aus. 

Wie auch immer, vor wenigen Jahren sind wir alle einem Mega-Sonnensturm entkommen. Mehr dazu morgen.

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