Liebe Leser, 

wie schon jüngst – siehe hier – erwähnt, wird in diesen Tagen ja das Notfallkochbuch des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe veröffentlicht. Die „Macher“ planten ja, das Werk just zum ersten Jahrestag des großen Stromausfalls von Berlin-Köpenick herauszubringen. Damals war der plötzlich der Strom weg – und zwar über viele Stunden.

Stromausfall geht in die Geschichte ein 

Vom 19. auf den 20.2.2019 fiel in Köpenick für sage und schreibe 30 Stunden großflächig der Strom aus. Mehr als 30.000 private Haushalte und über 2000 Gewerbebetriebe waren gezwungen, diese lange Zeit ohne den gewohnten Strom auszukommen. Kurzum, die Lichter, Heizungen und Telefone gingen aus und funktionierten nicht mehr. Öffentliches Leben fand in der Zeit nur noch minimalst statt. Selbst der öffentliche Verkehr, sprich Straßenbahnen und S-Bahn, verkehrten im Notfallmodus. Die Schulkinder freuten sich aber. Die Schule fiel aus. Selbst die Kindergärten blieben geschlossen. 

Strom weg
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Strom weg: Schweizer Baufirma war verantwortlich 

Hintergrund dieses historischen Blackouts war, dass eine Schweizer Baufirma gleich zwei Kabel am 19. Februar 2019 durch eine falsche Bohrung bei Arbeiten an der Salvador Allende Brücke beschädigt hatte. An der Stelle sei auch erwähnt, dass die Firma für den verursachten Schaden aufkommen kommte. Für die Verantwortlichen in Köpenick war das Ereignis derart einschneidend, dass ein Stück des defekten Stromkabels im Museum Köpenick als Zeitdokument zu besichtigen ist. Wenn Sie mal in der Gegend können Sie ja kurz im Museum vorbeischauen und das 18 Zentimeter lange begutachten. 

Wie auch immer, die Bürger in Köpenick durften vor einem Jahr das „live“ erleben, was uns allen noch bevorsteht. Der Blackout kommt. Und irgendwie ahnen es selbst die Verantwortlichen in der Regierung mit ihrem Notfallbuch. 

Kurzum, wir müssen uns auf den Tag X vorbereiten. Das ist alternativlos, oder?

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