Liebe Leser, wir hatten ja hier ausführlich über einen der größten Stromausfälle der jüngeren Geschichte berichtet. Am 19. Februar 2019 ereignete sich einer der größten Stromausfälle, als bei Bauarbeiten an der Salvador-Allende-Brücke in Berlin mehrere Kabelstränge beschädigt worden worden. Stromausfall Deutschland: Eine ungewöhnliche Maßnahme soll weitere ähnliche Vorfälle vorbeugen.

Stromausfall Deutschland: Massiver Stromausfall 

Die Folge dieses Maleurs war ja ein massiver Stromausfall. In rund 30 000 Haushalten in Köpenick, Müggelheim, Grünau, Bohnsdorf, Schmöckwitz und Teilen Lichtenbergs gingen für 31 Stunden die Lichter aus. Sprich, alles fiel aus – vom Telefon bis zur Heizungsanlage. Und das mitten im Winter. Bereits im Jahr 2014 hatte es in Adlershof einen halbtägigen Stromausfall gegeben; gleichzeitig gab es selbst im Rathaus Köpenick immer wieder insofern Probleme. 

Bezirk wappnet sich für künftige Krisen 

Nach all den Vorfällen haben nun die politisch Verantwortlichen reagiert und wappnen sich für künftige Katastrophenfälle. Und zwar mit einem für 550.000 Euro eigens erichteten sog. Katastrophen-Leuchtturm. Es handelt sich dabei um den ersten in der Bundeshauptsadt. Den Verantwortlichen zufolge wolle man sich nun mit dem Leuchtturm auf künftige Ausnahmezustände besser vorbereiten. Ziel sei es, die Arbeitsfähigkeit der wichtigsten Behörden vor Ort sicherzusellen. Konkret geht es dort um das Sozialamt, das Gesundheitsamt und die Bezirkskasse. Die Einrichtung solle außerdem den Informationsaustausch zwischen den Behörden und den Bürgern ermöglichen und für die Bevölkerung als primäre Anlaufstelle in Krisensituationen zur Aufrechterhaltung der Versorgung dienen. 

Stromausfall Deutschland
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Ladestation für Handys 

Sehr positiv finden wir auch, dass die Bürger neben dem Leuchtturm eine Säule mit Elektroladepunkten zum Aufladen von Handys nutzen können. Letztlich wird das Ganze durch eine Netzersatz-Dieselanlage ermöglicht. Sie springt bei einem Stromausfall nach 15 Sekunden automatisch an und verfügt unter Volllast über eine Betriebszeit von 72 Stunden. 

Wir finden den Leuchtturm von der Idee und der praktischen Umsetzung her sehr gut. An der Stelle können wir nur den Tipp geben: machen Sie die politisch Verantwortlichen in Ihrem Umfeld bzw. Wohnort auf das Projekt aufmerksam. Vielleicht ergibt sich ja dann die Möglichkeit, dass auch bei Ihnen vor Ort ein solcher installiert wird. Wir werden auf alle Fälle diese spannende Entwicklung weiter intensiv verfolgen.

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