Liebe Leserin, lieber Leser,
gestern haben wir uns angesehen, warum ein Blackout in Deutschland extrem wahrscheinlich ist.
Es ist nur eine Frage der Zeit und das ist leider keine Panikmache.

Am 6., am 12. und am 25.6.2019 schrammte Deutschland nur um Haaresbreite am Blackout vorbei.

Es fehlten an diesen Tagen plötzlich als Folge der Energiewende beträchtliche Strommengen im Netz.
Die Unterdeckung sei dem Deutschlandfunk zufolge so groß gewesen, dass die vier großen Netzbetreiber
in Deutschland in ganz Europa sämtliche vorhandene Reserven an Regelenergie zusammenkratzen
mussten. Wegen Stromknappheit mussten an diesen drei Tagen auch die extrem energieintensiven
Aluhütten von Trimet in Essen und Voerde zur Sicherung der Stromversorgung kurzzeitig abgeschaltet
werden.

Hauptursachen für Stromausfall in Deutschland

Also, in der Vergangenheit war es in deutschen Landen ja so, dass als Hauptursache für Stromausfälle
Umwelteinflüsse wie Stürme, Hochwasser, Schnee oder andere Umweltereignisse in Frage kamen. Wir
hatten hier in in der ersten Ausgabe unserer Serie ja schon auf den Stromausfall im Münsterland aufgrund
des Schneechaos 2005 hingewiesen.

Mitunter waren aber auch Tiere, die Kurzschlüsse auslösten, Bagger, die Leitungen beschädigten,
sonstige technische Defekte bzw. Unfälle oder Vandalismus für einen Stromausfall verantwortlich. Wohl
gemerkt, bisher.

Neu hinzu kommt ja der eingangs erwähnte Strommangel als Folge der Energiewende. Und dann sollten
mögliche Cyberangriffe und sonstige terroristische Attacken keinesfalls mehr unterschätzt werden.

Die „beschaulichen“ Zeiten der alten Bundesrepublik sind leider vorbei und insofern sollten wir auch
Unruhen, bürgerkriegsähnliche Zustände bis zum Krieg als Gefahrenpotential für die Stromversorgung
auf dem Radarschirm haben.

Deutscher Blackout wird schlimmer als in Südamerika

Fakt ist jedenfalls, dass das Gefährdungspotential immens groß ist und gleichzeitig noch immer massiv
unterschätzt wird. Der aus Österreich stammende Blackout-Experte Herbert Saurugg merkte gegenüber
den Badischen Neuen Nachrichten jüngst an, dass ein Blackout bei uns um ein Vielfaches schlimmer als
in Südamerika ausfallen könnte. Im schlimmsten Fall müssten wir womöglich mehrere Tage, vielleicht
auch Wochen ohne Strom auskommen.

Das System in Europa sei dem Experten zufolge weitaus größer und komplexer als in Südamerika. Hinzu
käme, dass es letztlich an Handlungskompetenz im Fall des Blackouts fehlt. Unter dem Strich sollte sich
jeder Haushalt bestmöglich für den Blackout Tag X einstellen und nicht nur mental wappnen, wenn über
eine längere Zeit kein Strom im Haushalt vorhanden ist.

Wie sich nun jeder von uns auf den Tag X konkret vorbereiten sollte und was die Behörden raten,
erfahren Sie hier exklusiv in den kommenden Tagen.

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