Liebe Leser, das Thema Stromausfall beschäftigt uns hier ja schon seit langem. Wir sind hier ja weiter sehr intensiv – trotz Corona – am Recherchieren. Und ab und an stoßen wir dann auch auf Berichte, die höchst interessant sind. 

Stromausfall als neue Normalität 

Beinah täglich gibt es in deutschen Landen ja den einen oder anderen größeren Stromausfall. Fast ist man in dem Kontext ja geneigt, von der neuen Normaliät insofern zu schreiben. Jüngst fiel im Südwesten der Republik, genauer gesagt in Offenburg, über längere Zeit der Strom aus. Manche Haushalte waren bis zu acht Stunden ohne Strom. Höchst interessant ist dabei auch, wie es einer Apotheke in der Zeit erging. Darüber erschien sogar ein lesenswerter Artikel. 

Das Schicksal, besser formuliert der Umgang der „Weingarten Apotheke“ mit dem Stromausfall ist in dem Artikel sehr gut beschrieben. Und letztlich gestaltete sich die Lage vor Ort in Offenburg so, dass trotz des Stromausfalls doch noch die Mehrzahl der Rezepte beliefert werden konnten. 

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Schubladen halfen weiter

Das hatte unter anderem damit zu tun, dass es glücklicherweise in der Apotheke noch Schubladen und kein automatisches Warenlager gibt. Das ist ein nahezu unbezahlbarer Vorteil, wenn der Strom ausfällt. Noch besser ist fast, dass Listen von allen Lagerartikeln vorhanden seien. Dennoch hätten ein paar wenige Kunden weggeschickt werden müssen, weil man sie nicht beliefern konnte. 

Doch nicht nur die Belieferung der Kunden stellt das Apothekenpersonal ohne Strom vor Herausforderungen. Wichtige Arzneimittel bzw. Medikamente müssen ja weiter gekühlt werden. Man habe versucht den Kühlschrank in dieser Zeit nicht unnötig zu öffnen. Außerdem sei regelmäßig die Temperatur überprüft worden. Letztlich mussten die Medikamente aufgrund der langen Dauer des Stromausfalls umgelagert werden. 

Denn ohne die Umlagerung wären die Medikamente je nach Dauer des Stromausfalls unbrauchbar gewesen. Dadurch wäre für die Apotheke ein hoher Sachschaden entstanden. Selbst nachdem die Lichter wieder angingen, wartete man jedoch mit der Rücklagerung der Kühlartikel in die Apotheke. Der Apotheker wollte auf Nummer sicher gehen, ob der Strom tatsächlich wieder stabil fließt. 

Andere Geschäfte waren weitaus schlimmer betroffen als die Apotheke. Einige Einzelhandelsgeschäfte hatten bis zu acht Stunden keinen Strom. Weder Kühlregale noch Kühlräume von Supermärkten konnten mit Strom versorgt werden. Große Teile der Ware mussten daher entsorgt werden. 

Ja, das Thema Stromaufalll und die praktischen Fragen vor Ort sind wirklich spannend. Wir können hier nur dem Apotheker ein großes Lob zollen. Hut ab!

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