Liebe Leser, 

wir haben – siehe hier – ja jüngst darüber berichtet, dass auch im kommenden Jahr 2020 der Strom für Privathaushalte einmal mehr teurer werden wird. Wegen der Erhöhung der sog. EEG-Umlage dürften also jährliche Mehrkosten in Höhe von ca. 20 Euro für einen Normalhaushalt entstehen. Strompreisentwicklung 2020: Wir geben eine Prognose.

Es wird noch teurer 

Damit aber nicht genug. Nur wenige Tage später kam heraus, dass der Strompreis für Privathaushalte in Deutschland im kommenden Jahr 2020 aller Voraussicht nach noch teurer werden und ein neues Allzeithoch erreichen wird. Damit dürfte Deutschland dann endgültig den traurigen Titel des Europameisters in Sachen „Strompreis“ erreichen. 2020 werden die deutschen Endverbraucherstrompreise auch die der Dänen übersteigen. Hintergrund ist, dass sich neben dem EEG-Kostenblock weitere große Kostenblöcke massiv verteuern werden. Zum einen werden vielerorts auch die Netzentgelte drastisch teurer. Die Mehrheit der bundesweiten Netzbetreiber hat Erhöhungen von sechs bis sieben Prozent angekündigt. 

Hinzu kommt „on top“, dass neben der EEG-Umlage und den Netzgebühren auch die Großhandelspreise für Strom deutlich über dem Vorjahresniveau liegen. Anders gesagt, die Wahrscheinlichkeit ist extrem hoch, dass die Energieversorger diese gestiegenen Beschaffungskosten ebenfalls an ihre Kunden, an uns Endverbraucher, weitergeben müssen bzw. werden. 

Strompreisentwicklung 2020: Die Preis-Problematik ist in folgendem Video besonders anschaulich erklärt:

Strompreisentwicklung 2020: Das kommt auf uns zu

Kurzum, mit den 20 Euro an Mehrkosten im Jahr 2020 wird es nicht getan sein. Es dürften für einen normalen Privathaushalt eher um die 60 Euro sein. Vielleicht auch mancherorts noch mehr. Bitter, aber wahr. 

Da können wir nur eines raten: zum einen sollten sie ihr Sonderkündigungsrecht nutzen und den Versorger wechseln. Das lohnt sich in der Regel schon und oftmals können die Zusatzkosten abgefangen bzw. begrenzt werden. Und zum anderen sollte Strom – soweit möglich und umsetzbar – eingespart werden. 

Und am Ende zahlen wir nicht nur die höchsten Preise für den Strom, wir dürfen uns darüber hinaus auch noch auf den Blackout vorbereiten. Trotz der höheren Preise wird das Stromausfallrisiko ja nicht geringer. 

Anders gesagt, um die Vorbereitung auf den Stromausfall kommen wir nicht umhin. Das müssen und wollen wir an der Stelle immer wieder betonen.

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