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Österreichs Kanzler antwortet auf Blackout-Anfrage – Teil 2

Gestern ging es hier ja um die Fragen des österreichischen Abgeordneten Laimer von der SPÖ in Sachen Blackout-Vorsorge. Herr Laimer und seine Mitstreiter stellten die Fragen ja an den Chef der Regierung Österreichs, Herrn Bundeskanzler Kurz höchstpersönlich.

Enttäuschende Antwort

Offen gestanden, die Fragen waren hinreichend konkret und praxisnah. Wer aber nun erwartete, dass Herr Kurz jede einzelne Frage en detail beantwortete, sah sich getäuscht. Selbst für uns fiel die Antwort sehr enttäuschend aus. Sie können diese auch selbst lesen:

Herr Kurz stellte klar, dass dass die Fragen zum Katastrophenschutz und der Koordinierung der Katastrophenhilfe nach den Bestimmungen des Bundesministeriengesetzes 1986 in der nunmehr geltenden Fassung, BGBl I Nr. 8/2020, nicht Gegenstand seines Vollzugsbereiches seien und somit nicht beantwortet werden können.

Er betonte aber, dass die Bundesregierung in Österreich großen Wert auf die Versorgungssicherheit legen würde; dabei sei der Fokus sowohl auf den Erhalt als auch auf den weiteren Ausbau von starken, leistungsfähigen Infrastrukturen ausgerichtet. Vor diesem Hintergrund sei das Thema Blackout seit Jahren Gegenstand sicherheitspolitischer Forschung.

 

Waldhammer-Tipp des Tages:

 

Regelmäßige Übungen im Fokus

Darüber hinaus würden dem Bundeskanzler zufolge regelmäßig Übungen durchgeführt, die den Ernstfall simulieren. Im Oktober 2018 und im Mai 2019 sei unter der Federführung des Bundesministeriums für Inneres ein fiktives österreichweites Blackout simuliert worden. Die Erkenntnisse dieser Übungen würden in die Arbeiten des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements (SKKM) ein, beispielsweise in die Fachgruppe Strommangellage, die konkrete Empfehlungen zur Verbesserung des Vorbereitungsstandes ausarbeite.

Immerhin ist das das Bundeskanzleramt in Wien im Rahmen seiner Zuständigkeit für die Koordination der umfassenden Landesverteidigung in die Arbeiten des Staatlichen Krisen- und Katastrophenmanagements involviert.

Immerhin, in Österreich kümmert sich die Politik sehr intensiv um den Blackout! In deutschen Landen ist das nur bedingt der Fall. Vielleicht ändert sich das ja….

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In Österreich probt das Bundesheer für den Blackout

In deutschen Landen dreht sich alles nach wie vor um die Corona-Pandemie. In Österreich oberflächlich betrachtet auch. Dort ist ja von der Regierung ein noch härterer Lockdown als in deutschen Landen oktroyiert.

Armee probt für den Blackout

Wir haben an der Stelle ja schon darauf hingewiesen, dass das Thema Blackout in Österreich vom Bundeskanzler persönlich, Herrn Kurz, behandelt wird. Nun ist es so, dass selbst das Militär, das Bundesheer konkrete Übungen insofern abhält.

In der Maria-Theresien-Kaserne in Hietzing ist in der Übungsannahme der Strom ausgefallen. Die Soldaten sollen Erfahrungen mit einem Blackout sammeln. AUTARK20“ heißt die Übung, und Soldaten wie Kaserne müssen autark reagieren, ohne Strom aus dem öffentlichen Netz beziehen zu können. Ziel sei es, Erfahrungen im Kleinen zu sammeln, bereits ausgearbeitete Pläne und Überlegungen zu überprüfen und diese aufgrund der Erkenntnisse weiter zu entwickeln, hieß es aus dem Verteidigungsministerium in Wien.

Strompreise steigen

Die Coronapandemie und der Terroranschlag von Wien hätten gezeigt, dass man sich auch auf Bedrohungen abseits eines militärischen Konflikts vorzubereiten habe. Das war die Aussage von der Verteidigungsministerin der Republik Österreich, Klaudia Tanner (ÖVP).

Waldhammer-Tipp des Tages:

Unterschätztes Szenario

Der Blackout- und Krisenvorsorgeexperte Herbert Saurugg nannte einen „Blackout“ ein „sehr realistisches und unterschätztes Szenario“. Dabei sei „die Eigenversorgungsfähigkeit für zumindest zwei Wochen“ ein zentraler Punkt. Das gelte nicht nur für die Einsatzkräfte selbst, sondern auch für deren Familienangehörige und für die gesamte Bevölkerung. In einem sicheren Haushalt dürfen Wasser, haltbare Lebensmittel, einfache Licht- und Energiequellen sowie Medikamente und Erste-Hilfe-Material nicht fehlen.

Dem ist nichts hinzuzufügen.

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