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Der Bundeshauptstadt droht der Wassernotstand

Aktuell dominiert der harte Lockdown ja das Geschehen. Irgendwann wird aber Corona vorbei sein. Und dann werden die massiven Probleme, die schon vor und während Corona extrem wichtig waren, auf die Agenda kommen.


Wassernotstand im Fokus

Eines dieser drängenden Probleme der kommenden Jahre, ja Jahrzehnte ist die Thematik Wassernotstand. In einigen Kommunen Deutschlands war es ja schon so, dass in diesem Corona-Sommer zeitweilig kein Wasser mehr aus dem Hahn kam. Darüber haben wir ja schon ausführlich berichtet. Jüngst gab es insofern auch noch sehr interessante Neuigkeiten aus der Hauptstadt, aus Berlin.

Der dortigen Presse war zu entnehmen, Berlin und das Umland in künftigen Sommern auf dem Trockenen sitzen könnte; vorausgesetzt es gehe so weiter wie gehabt. Um diese Entwicklung zu verhindern, haben sich nun insgesamt16 Versorger aus der Region zusammengetan, um gemeinsam die Lage zu analysieren und Konsequenzen zu veranlassen.
Hintergrund ist, dass allen Prognosen zufolge der Wasserbedarf der Hauptstadtregion dürfte bis zum Jahr 2050 deutlich ansteigen dürfte; zeitweise um die Hälfte! Das sei zu viel, um die Versorgung unter den heutigen Rahmenbedingungen rund ums Jahr abzusichern.

Trockenheit erschwert die Lage

Erschwerend hinzu komme, dass die die Zahl der heißen Tage durch den Klimawandel wohl weiter zunehmen werde. Zur Hitze, die Verbrauch und Verdunstung massiv steigen lässt, kommen immer längere Trockenperioden

Die Wasser-Reservespeiche seien bis hinauf in die sächsische Oberlausitz schon jetzt bedenklich leer. Die Talsperre Spremberg als letzter großer Spreespeicher vor Berlin ist laut dem Brandenburger Landesumweltamt zurzeit nur zu etwa 40 Prozent gefüllt – weit geringer als das für diese Jahreszeit vorgesehene Minimum. Sowohl die Spree als auch Havel und Dahme führen aktuell kaum die Hälfte der sonst im Dezember üblichen Wassermengen.
Unter dem Strich müssen sich die Verantwortlichen jetzt was einfallen lassen, damit auch in einigen Jahren an heißen Sommertagen noch Wasser aus dem Hahn kommt…

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Wasserknappheit – Krankenhäuser sorgen vor

Liebe Leser,

wie neulich besprochen wollen wir uns heute mit der Thematik der Auswirkungen von Wasserknappheit auf kritische Infrastrukturen, insbesondere Krankenhäuser, beschäftigen.

Einrichtungen des Gesundheitswesens sind für die Gesellschaft eine unverzichtbare Kritische Infrastruktur. Ein funktionierender Betrieb ist für die Krisenbewältigung maßgeblich. Fakt ist, dass das Szenario eines Stromausfalls in der Notfallplanung von Krankenhäusern fest verankert ist. Aber bisher war mit Blick auf die Krankenhäuser die Aufrechterhaltung der Wasserversorgung und -entsorgung kaum im Fokus. Und zwar trotz dessen, dass ohne ebensolche die Funktionsfähigkeit eines Krankenhauses und damit die Sicherheit der Patienten nicht gewährleistet ist.

Neues Projekt

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist im Verbundprojekt „NOWATER“ Teil eines interdisziplinären Forschungsteams, das im Austausch mit Akteuren des Gesundheitswesens, des Bevölkerungsschutzes und der Siedlungswasserwirtschaft technische und organisatorische Lösungsstrategien für das Risikomanagement von Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen des Gesundheitswesens erarbeitet. Diese Lösungen werden übertragbar und skalierbar gestaltet, um eine breite Anwendung sicherzustellen. Das dreijährige Forschungsvorhaben läuft seit Mai 2020 und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ mit 2,37 Millionen Euro gefördert:

Waldhammer-Tipp des Tages:

Im Rahmen des Projektes wird ein praxisnaher Leitfaden für die Betreiber von Kritischen Infrastrukturen im Gesundheitswesen erarbeitet. Dieser Leitfaden umfasst den gesamten Bereich des Risiko- und Krisenmanagements zur Sicherstellung der Wasserver- und -entsorgung.

Ja, wir erachten das Projekt als sehr gut. Bleibt zu hoffen, dass am Ende trotz der Wasserprobleme in ganz Deutschland die Krankenhäuser ihren Betrieb aufrechterhalten können….

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Der ersten Gemeinde in Deutschland geht das Trinkwasser aus…

Liebe Leser,

neben der Corona-Pandemie verfolgen wir ja die Thematik Wasserknappheit sehr intensiv. Jetzt, in den heißen August-Tagen des Krisenjahres 2020, ist es so weit. In der ersten Gemeinde ist die Wasserversorgung massiv eingeschränkt.

Störung der Wasserversorgung

Auf der „website“ der Samtgemeinde Rodenberg heißt es, dass eine Störung der Wasserversorgung in der Ortslage Lauenau (ca. 4.000 Einwohner) vorliegt. Der Verbrauch sei immer noch deutlich höher ist, als der Zufluss aus der Deisterquelle. Daher sei es möglich, dass der aktuelle Bedarf nicht immer hinreichend gedeckt werden kann.

Im Lagezentrum der Wasserversorgung im Feuerwehrhaus in Lauenau ist ein Ansprechpartner in der Zeit von 08:00 Uhr bis 20:00 Uhr vor Ort und an dieser Stelle kann auch Brauchwasser erhalten bzw. abgefordert werden. Für das Brauchwasser müssten allerding eigene Behälter mitgebracht werden.

Wassermangel Deutschland

Weiterhin werden alle Haushalte aufgefordert den Wasserverbrauch auf ein absolut notwendiges Mindestmaß zu reduzieren.

Waldhammer-Tipp des Tages:

Trinkwasser bekommen die Lauenauer vorerst nur noch im Supermarkt. Der Trinkwasserspeicher sei den Verantwortlichen zufolge auf null gelaufen. Die Abnahmemenge im privaten Bereich sei drastisch gestiegen – selbst im Vergleich zu anderen Spitzenzeiten, so der Bürgermeister der Samtgemeinde Rodenberg. In Corona-Zeiten würden die Bürger nicht verreisen und deutlich mehr Wasser als sonst nachfragen.

Der Trinkwasserspeicher könne über Nacht nicht mehr komplett aufgefüllt werden. So sei er am vergangenen Samstag auf null gelaufen. Es könne passieren, dass faktisch nichts mehr aus dem Hahn komme!

Am Feuerwehrhaus wurden Behälter mit Brauchwasser etwa für die Toilettenspülung aufgestellt, das sich die Bürger abholen können. Dazu verteilten Tanklöschfahrzeuge ihr Brandwasser in den Ortsteilen.

Ja, in Lauenau ist nun der Wasser-Worst-Case eingetreten. Trotz aller vorherigen Beschwichtigungen seitens der politisch Verantwortlichen. Und Lauenau wird nicht die letzte Kommune mit diesem Jahrhundert-Problem sein.

Also, sorgen Sie dafür, dass in ihrem Haushalt ihr Mindestvorrat an Trinkwasser immer parat steht…

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